CityGuide Bonn

"Nik"Klaus Polak
Reise Know-How Verlag

 

Fasten seatbelt ... und dann niks wie weg!

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Autor: Klaus Polak
Herausgeber: Klaus Werner
ISBN: 978-3-8317-1742-2
Seitenanzahl: ca. 280 Seiten
Auflage Nr.: 1
Erscheinungsjahr: 2008
Ausstattung: komplett in Farbe, detaillierte Karten und Stadtpläne, Cityatlas, Register, Griffmarken

Informationen zur Lieferbarkeit:

erscheint voraussichtlich Ende November 2008

- Zu beiden Ufern und am Tor zum romantischen Mittelrhein gelegen, wirkt Bonn schon durch seinen Namen wie Programm. Dies verdankt die Stadt ihrer über 2000-jährigen geschichtlichen Rolle: wichtige römische Garnisonsstellung, Kreuzungspunkt bedeutender Handelswege, Geburtsstadt Beethovens, Residenz großer Kurfürsten, 50 Jahre politisches Herz der Bonner Republik. Für Millionen Gäste sorgen jährlich die international renommierte „Museumsmeile“ und Großveranstaltungen wie das Beethovenfest, Pützchens Markt, Rhein in Flammen, der Bonner Karneval, die R(h)einkultur und viele mehr. Neben Fachwerkidyllen und gründerzeitlichen Villenvierteln locken das 1500-jährige Bonner Münster, die romanische Beueler Doppelkirche, die malerische Godesburgruine und das ehemalige Regierungsviertel.
- Ausgewählte Unterkunfts- und Ausgehtipps, Theater, Museen, Einkaufen, Bonner Brauchtum, Bonn für Kids und viele weitere Reisetipps von A bis Z.
- Ausflüge nach Königswinter, zum Rolandsbogen und in das sagenumwobene Siebengebirge.
- Anekdötchen und Bonn-mots.


Verzeichnis aller Reiseberichte des Autors

Inhalt CityGuide Bonn u.a.:
  • Das Beste auf einen Blick
    Bonn an einem Tag
    Bonn an einem Wochenende
    Bonn in fünf Tagen
  • Zur richtigen Zeit am richtigen Ort
    Bonn für Citybummler und Kauflustige
    Bonn für Genießer
    Bönnsche Spezialitäten - und was sich dahinter verbirgt
    Bonn für Nachteulen
    Bonn für Kunst- und Museumsfreunde
    Bonn für Architektur-Interessierte
    Bonn zum Träumen und Entspannen
    Bonn für Kids
  • Am Puls der Stadt:
    Das Antlitz von Bonn
    Von den Anfängen bis zur Gegenwart
    Leben in Bonn
    Bönnscher Dialekt
    Brauchtum
  • Bonn entdecken:
    Bonn Zentrum
    Beuel
    Bad Godesberg
    Bonner Norden 
    Bonner Westen 
    Bonner Süden 
    Rheinau (Gronau)
    Museumsmeile
    Regierungsviertel wird UNO-Campus
    Rheinaue – Naherholungsgebiet
    „Vater Rhein“
    Extrathema: Fahrradfreundliches Bonn
    Entdeckungen außerhalb der City
    Königswinter + Siebengebirge
    Südwestlich
    Westlich
    Nördlich
    Östlich

    Praktische Reisetipps A–Z:
    Informationsquellen
    Medien
    Literaturliste
    Behinderte auf Reisen
    Bonner Klima
    Medizinische Versorgung
    Sport und Erholung
    Parks und Naherholungszentren
    Organisierte Stadttouren
    Auskünfte, Reservierungen, Ticketverkauf, Gästeführervermittlungen
    Bonn Souvenirs
    Internet
    Theater und Konzerte
    Unterkünfte für jeden Geldbeutel

    • Jugendherberge, Camping, Wohnmobil
      Privatpensionen und Ferienwohnungen
      Preiswerte Hotels
      Mittelklassehotels
      Gehobener Komfort
    Verkehrsmittel
    Kfz-Vermietung, Motorrad-, Fahrradverleih
  • usw.

... und viele Verzällchen!

  • Was ist der Unterschied zwischen Bönnsch und Bönnsch?
  • Woher hat Beuel seinen Namen? Und Godesberg? Und Bonn?
  • Wer vermutete über wen Klage über einen Bonner Nuttenmangel?
  • Was versteckt sich hinter Ursulinus elasticus?
  • Wohin zeigte das "Brückenmännchen" seinen nackten Hintern und warum? Und beim zweiten Mal?
  • Was haben Heinrich Heine, Karl Marx, Papst Benedikt XVI. und ich gemeinsam?
  • Welches Meeressäugetier sprengte eine Bundespressekonferenz?
  • Wer verschrottete ein nagelneues Mercedescoupé auf dem Petersberg?
  • Wieso nannte man die Poppelsdorfer Allee auch einmal "Schwindsuchtallee"?
  • Amorphophallus titanum - quesque dat dann?
  • Wo tanzte Beethoven mit seiner Jugendliebe?
  • Welcher dreiste Schriftsteller verglich Bonn mit dem Chicagoer Zentralfriedhof? Wieso hat er sich vollkommen geirrt?

Die Antworten und vieles mehr demnächst im Buchhandel!

Abspann


CityGuide Bonn

CityGuides (Städteführer) aus dem Reise Know-How Verlag sind anders als alle anderen Druckerzeugnisse für Reisende: Sie wollen informieren, das Ganze unter einem einheitlichen Layout und trotzdem dabei den persönlichen Stil des Autors bewusst einfließen lassen! Dieser Stadtführer wird noch anderser! Ich habe mir erlaubt die Informationen augenzwinkernd zu vermitteln, das Ganze gewürzt mit Anekdötchen, garniert mit einigen Wortspielereien, abgeschmeckt mit spöttischen Bemerkungen und kleinen Seitenhieben. Trockene Reisehandbücher gibt es genug, ein Schmunzeln beim Lesen ist beabsichtigt und ausdrücklich erwünscht.
Aber bitte, selber lesen und ein eigenes Urteil bilden.
Es folgen einige Auszüge des Rohtextes (sic!) für die, die es nicht mehr abwarten können; ein kleiner Appetithappen vorab für Genießer in Form von kurzen Einschüben und Adressen.

Viel Spaß!
"Nik"Klaus Polak


Vorwort
Bonn ist eine der ältesten Städte Deutschlands, kann sie doch auf eine mehr als 2000jährige Geschichte zurückschauen. Damit gehört sie zu den ältesten Städten Deutschlands mit vielen historischen und aktuellen Gesichtern: deutsche UNO-Stadt, davor fünf Jahrzehnte Sitz der Bundesregierung, Geburtsstadt Beethovens, berühmter Universitätsstandort, Residenz großer Kurfürsten, wichtige römische Garnisonsstellung ... . Es lohnt sich der Geschichte zu folgen, deren Schicksale und glanzvolle Zeiten die Bürger hinnahmen, wie die Zeitläufe es brachten.
Für Kunsthistoriker lockt die Bonner Münsterbasilika aus dem 10./11. Jh. mit dem einem gut erhaltenen romanischen Kreuzgang und die romanische Doppelkirche in Beuel. Das Wahrzeichen von Bad Godesberg ist die berühmte Ruine der Godesburg mit einem herrlichen Blick über die gesamte Region. Die Bonner Altstadt, die Villenviertel von Bad Godesberg und über die Poppelsdorfer Allee in die Südstadt zeigen wunderschöne Fassaden aus dem Historizismus, der Gründerzeit und dem Jugendstil. Da man ja schon da ist, kann man auch gleich noch die dortige umfangreiche Gastronomie, Kneipen- und sonstige Kultur mitnehmen. Ein absolutes MUSS sollte die Museumsmeile sein: Eine Auswahl von verschiedensten Ausstellungen garantiert für jeden Geschmack. Der ehemalige Regierungsbezirk enthält bekannte bauliche Denkmäler aus der Bonner Republik. Spaziergänge am Rhein, ein Besuch der vielen Biergärten, und / oder eine Schifffahrt ist für Romantiker und Genießer zu empfehlen, um die romantische Lage am Siebengebirge mit dem berühmten Drachenfels zu genießen.

Viele kennen Bonn, aber kaum einer weiß, dass in dieser Stadt der berühmte Ludwig van Beethoven geboren wurde und gut 20 Jahre lebte.
Eigener Arzt vergiftet Beethoven! (Auszug)
So oder ähnlich lauteten Schlagzeilen der Boulevard-Presse. Grundlage war die Analyse zweier Haare Beethovens, untersucht von der Universität Wien, die die letzten Wochen im Leben des Komponisten chemisch dokumentieren. Danach war der Musiker kurz vor seinem Tod wiederholt extremen Bleibelastungen ausgesetzt, vermutlich von seinem Arzt veranlasst. Dieser entnahm aus dringenden medizinischen Gründen mehrfach aus dem Bauch Flüssigkeit und benutzte zur Desinfektion eine bleihaltige Salbe. Für die hohen Bleiwerte gibt es auch zusätzliche Erklärungen. Zum einen waren zu der damaligen Zeit Wandfarben und auch das Leitungswasser erheblich belastet. Sein Arzt hat vermutlich der chronischen Bleivergiftung „nur“ einen ungewollten, kräftigen Vorschub geleistet. Dies ist aber wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt. Diese Thematik wird schon seit Langem immer wieder belebt, vielleicht ein Lückenfüller für das Sommerloch der Medien? Interessant allemal, da die Naturwissenschaften fast monatlich mit neuen Nachweismethoden nachlegen können.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort (Auszug)
Februar / März / April
Weiberfastnacht in Beuel
Rosenmontag im Stadtzentrum und der Altstadt
RheinEnergie-Marathon Bonn mit Marathonmesse
Flohmarkt in der Rheinaue
Mai
Rhein in Flammen
Brühler Schlosskonzerte
Bonner Sommer
Konzerte auf dem Museumsplatz
Prix Pantheon
Juni / Juli
Museumsmeilenfest
Wirtefestival
Bonn Triathlon
R(h)einkultur - „umsonst und draußen“
Anfang bis Mitte Juli steigt beim international bekannten, größten eintrittsfreien Musikfestival in Deutschland, eine riesige Open-Air-Party. Bonner Bierbörse
August / September
Internationale Stummfilmtage
Promenadenfest Beuel
Derletalfest
Familienspielefest
Pützchens Markt
Internationale Beethoven-Feste
Oktober / November / Dezember
Stadtfest Bonn
Dies Academicus
Weihnachtsmarkt
Ausführliche Beschreibungen, Termine und Adressen im CityGuide Bonn.

Bonn für Citybummler und Kauflustige (Auszug)
Die Stadt lockt sicherlich keine Touristen an, die nur zum Einkaufen kommen. Dennoch hat Bonn einen guten Ruf als Geschäftsstadt der kurzen Wege, gibt es doch, kaum zu glauben, eine der ersten (1967) und größten Fußgängerzonen Deutschlands. Rund um den Markt und Münsterplatz, in schmalen Straßen und Gassen befinden sich Hunderte Schaufenster der Boutiquen, Modebranche, Juweliere, Antiquitätenhändler usw. Neben dem klein- und mittelständischen Handel haben sich auch alle nur denkbaren Ketten und Großanbieter eingefunden. Die Bonner Kaiserpassage lockt mit wunderbarer Mode und feschen Schuhen bis zum Abwinken; zu Unrecht übersehen wird die Citypassage und die kleine Kasernen-Galeria. Auch in Bad Godesberg und seiner Fußgängerzone kann Einkaufen Spaß machen. (...)
Neugierig geworden? Ausführliche Adressen verschiedener Geschäfte im CityGuide Bonn.

Es begann in der Steinzeit (Auszüge)
Spuren erster menschlicher Besiedlung gehen bis in die Steinzeit zurück. In den rechtsrheinischen Höhenzügen wurde 12-14.000 Jahre altes Doppelgrab gefunden, in dem sich die Überreste zweier Menschen und eines Hundes befanden. Sie gelten als die bedeutungsvollsten jungpaläolithischen Fossilien Deutschlands. Vor 4080 Jahren errichteten erste Bewohner eine befestigte Siedlung auf dem Venusberg. Im 1. Jh. v. Chr. drangen germanische und keltische Gruppen vor: rechtsrheinisch Sugambrer, auf der linken Seite Eburonen. Um 38 v. Chr. legten Ubier eine Siedlung an einer Rheinfurt an. Hier trafen sich die für die Region wichtigsten Handelswege über Land aus allen vier Himmelrichtungen. Der Feldherr Drusus ließ 13-9 v. Chr. ein Kastell anlegen. Dies wird als Beginn der Bonner Stadtgeschichte betrachtet. Der ubische Siedlungsname wurde von den Römern übernommen. Da waren sie also, die unbesiegbaren Germanen, und es sollte nicht verwundern, wenn sie ihr Dörfchen eigentlich Klein-Bonnum genannt hatten. (...)
Gegen 35 n. Chr. errichteten die Römer eine dauerhafte Festung. Einen Teil der nützlichen, da kooperationswilligen Ubier wurde man durch Umsiedlung in den Norden los, wo sie einen Vorort Namens Ara Ubiorum gründeten. Offensichtlich kamen sie mit den dortigen Legionären gut ins Geschäft. Und wie Konrad Beikircher anmerkte, riefen sie sogar den Deutzern auf der anderen Rheinseite zu: „Iss jut hier, kütt och all ’rüber“ (Ist gut hier, kommt auch alle herüber). Aus dieser Zeit soll der Kölsche Klüngel stammen. (...)
Die Lagervorstadt der Urbevölkerung, die Canabae Legionis, erstreckte sich sichelförmig südlich, aus Sicherheitsgründen in Schussdistanz. Bauernschläue! (...)
Mit der Völkerwanderung kamen Unterfranken, 276 und 335 n. Chr. gab es erste Überfälle, 388 n. Chr. mussten die Römer ihr geliebtes Bonn aufgeben. Sie kamen dann erst in den 1960er Jahren wieder zurück und brachten als Händler leckere Pizzen und Pasta, preiswerten Lambrusco, köstliches Eis und dolce vita mit. (...)
Um die Jahrtausendwende stellten Geistliche und Ordensmitglieder eine wohlhabende Käuferschicht für hochwertige Produkte dar. Dies war eine Initialzündung für eine kräftige Zunahme der Händler, Kaufleute und Handwerker. Da fügte es sich gut, dass Kaiser Heinrich II. der Heilige im Jahre 1015 gerade in der Stadt weilte. Offensichtlich war er so beeindruckt, wurde derartig umgarnt oder bestochen - letzteres ist wahrscheinlicher -, dass er Bonn den Bau der ersten Stadtmauer erlaubte. Sie umschloss die gesamte Stiftssiedlung. In der Folge nahm die Einwohnerzahl weiter deutlich zu. Anfang des 11. Jhs. wurde die kleine Kirche zu einer Basilika ausgebaut und das Cassius-Stift erreichte unter dem Probst Gerhard von Are seine größte Blüte. Im Jahre 1167 erhielt er das Recht, einen dreitägigen zollfreien Markt abzuhalten, für damalige Verhältnisse gleichbedeutend einer Lizenz zum Gelddrucken. Der wie erwartet einsetzende Aufschwung weckte Begehrlichkeiten. 1198 steckte Staufer König Philipp im Feldzug gegen König Otto den Welfen Bonn in Brand, Otto IV. und tat es ihm Herzog Heinrich von Brabant gleich. Zündeln scheint damals sehr in Mode gewesen zu sein. (...)
1244 gab Konrad den Befehl zum Bau einer weiteren Stadtmauer. Urkunden tragen seit dieser Zeit den Ausdruck: „Dit geschah zu Bunne“. Zum Ausgleich für die Mühen und Lasten gewährte er die Stadtrechte. Die Bonner sollen „glühend vor Eifer“ Gräben und Mauern errichtet haben, wie ein Kölner Chronist berichtet. (...)
1577 fand die Wahl von Gebhard Truchseß von Waldburg zum Kölner Kurfürsten statt. Der Kurfürst hatte fortdauernde Kontakte zu protestantischen Angehörigen des Domkapitels. Über diese Beziehungen kam es zu einer Liebelei mit der Stiftsdame Agnes von Mansfeld, die - allerdings erst nach sehr ernsthaften Ermahnungen durch ihre Brüder, so weiß die Stadtchronik zu berichten - 1583 zur Heirat im Haus „Zum Rosental“ in der Acherstraße führte. Den damit verbundenen Verzicht auf das geistliche Kurfürstentum Köln wollte Gebhard jedoch nicht hinnehmen, sondern lieber um sein Territorium kämpfen. Also konvertierte er zum Protestantismus und legitimierte damit die Heirat. Am folgenden Tag fand ein hastiges Hochzeitsmahl in einem Gasthaus am Markt statt, das noch heute existiert und im Buch genannt wird. Der Wirt soll übrigens nie voll zu seinem Geld kommen. (...)
Wie es in den folgenden Jahrhunderten weiter geht, wird im CityGuide Bonn beschrieben!

Heinrich Böll: Romane in und über Bonn
Erschienen 1963 erstreckt sich der weltberühmte Roman „Ansichten eines Clowns“ über drei Stunden im Leben eines 27-jährigen Unternehmersohnes, der am verstaubten Katholizismus der 1950/60er Jahre scheitert. Von seiner langjährigen Lebensgefährtin verlassen, betrunken, verbittert und verarmt sitzt er in seiner Bonner Wohnung und bittet bei Verwandten und Bekannten telefonisch um Unterstützung. Vergeblich. Der einst gefragte Clown sitzt zum Abschluss mit seiner Narrenmaske entwertet auf den Stufen des Bonner Hauptbahnhofes, raucht die vorletzte Zigarette auf, platziert im Hut die letzte und beginnt ein Lied. Auch Bölls letztes Werk „Frauen vor Flusslandschaft“ spielt im Bonner Regierungsmilieu und erschien im Jahr 1985. Der Roman ist ein literarisches Denkmal für die Bundeshauptstadt ab 1949. Insbesondere die Frauen der Politiker werden in den Mittelpunkt gestellt. Heinrich Böll wurde 1917 in Köln geboren. Nach dem Abitur 1937 begann er eine Lehre in einem Bonner Buchhandel, danach ein Germanistik- und Altphilologiestudium, das er aber abbrechen musste, da die Wehrmacht ihn einzog. Seine Kritik richtete sich gegen die Wohlstandsgesellschaft, seine Bücher waren Auseinandersetzungen mit dem Dienst in der Bundeswehr, der Sensationspresse und der Terroristenangst in den 1970er Jahren. 1972 erhielt Böll den Nobelpreis für Literatur. 1985 starb er in der Nähe von Bonn.

Des Professors Ritual - Abrechnung der Studenten (Appetithappen)
An der Universität lehrten berühmte Dozenten; nicht nur von einem ist eine Anekdote überliefert. Aber diese ist von einem später berühmten Schriftsteller als Kronzeuge verbrieft. August Wilhelm von Schlegel pflegte seine Vorlesungen mit Feierlichkeit einzuleiten. Zuerst erschien sein livrierter Diener, stellte auf dem Katheder einen silbernen Armleuchter auf, daneben ein Glas Zuckerwasser, verschwand, kehrte mit der Mappe des Gelehrten wieder und zündete die Kerzen an. Schlegel trat ein mit Glacéhandschuhen und nach neuestem Pariser Vorbild en vogue gekleidet. Nach wirkungsvoller Pause begann dann die Vorlesung, und wenn er vom Großkanzler von England sprach, setzte er hinzu „mein Freund“. Der Augenzeuge ist beeindruckt: „Livreebedienter! Wachslichter! Silberne Armleuchter! Mein Freund, der Großkanzler von England! Glacéhandschuh'! Zuckerwasser! Welche unerhörte Dinge im Kollegium eines deutschen Professors! Dieser Glanz blendete uns junge Leute nicht wenig und mich besonders, und ich machte auf Herrn Schlegel damals drei Oden, wovon jede anfing mit den Worten: ‚O du, der du’ usw. Aber nur in der Poesie hätte ich es gewagt, einen so vornehmen Mann zu duzen.“ (...)
Wer dieser berühmte Berichterstatter war, wird im CityGuide Bonn verraten.

Was verbirgt sich hinter „Ursulinus elasticus“? (Auszug)
(...) Über ihre evolutionäre Herkunft ist kaum etwas bekannt, aufgrund der Konsistenz haben sich keine Fossilien erhalten. Es ist daher nicht klar, unter welchen Bedingungen sie in grauer Vorzeit lebten. Einige Biologen zweifeln sogar an der Zugehörigkeit zur Familie der „Ursidae“, da sie mit ihnen eigentlich nur die äußere Form verbindet. Eine häufig in diesem Zusammenhang geäußerte Alternativhypothese ist die der gemeinsamen Vorfahren von Ursidae und Menschen, da sich gewisse Parallelen bezüglich des Kopfinhaltes aufweisen lassen. Vielleicht ist deswegen der „Homo sapiens sapiens“ der einzige natürliche Feind nach dem darwinischen Überlebensprinzip: survival of the fittest.
Bis heute kann nicht erklärt werden, wie ein derart passives Verhalten - häufig auch als elastisch-rückfedernd bezeichnet - zu Überlebensvorteilen geführt haben könnte. Ebenfalls ist die Funktion der vier Gallertfortsätze, die jedes Ursidae auf der Vorderseite aufweist und von vielen Forschern als Extremitäten bezeichnet werden, noch gänzlich unklar.
Die schon in den 1970iger Jahren in politisch linken Kreisen oft geäußerte Vermutung, man „zwinge“ die Ursidae in die Tüte, wird aufgrund neuer Forschungsergebnisse wieder zu einem brisanten Thema: Denn inzwischen ist gesichert, dass der Beutel gar nicht die natürliche Behausung darstellt. Um so bedauerlicher ist ihre Tütenhaltung bis heute. (...)
Lösung im CityGuide Bonn.

Bönnsche Spezialitäten - und was sich dahinter verbirgt (Auszug)
Eine „echte“ bönnsche wie auch rheinische Küche gibt es nicht. Die hiesige Kost wurde u.a. durch die französischen Besatzern im frühen 19. Jh. verfeinert - wobei ihrerseits die Bonner deren soupe à l’oignon mit ein wenig Speck zur Öllichzupp (Zwiebelsuppe) veredelten. Eine Franzosezupp ist hingegen eine Suppe mit Gemüse vom Saisonanfang. Die Bottermellechbunnezupp ist nicht nur ein Zungenbrecher, sondern auch ein lecker Süppchen, bestehend aus Kartoffeln, Schnittbohnen (grüne „Schnippelbohnen“) und Buttermilch. Statt Buttermilch wird auch Sahne verwendet, was zur leichter artikulierbaren Bonnezupp met Mellech führt und „joot vor zu müffele is“ (gut zu essen ist / schmeckt).
Noch am einfachsten wird der auswärtige Gast sich wohl mit Eapelschloot anfreunden können, denn dabei handelt es sich um schlichten Kartoffelsalat, allerdings mit Apfelstückchen angereichert. Bei Stampes wird Kartoffelpüree, bei Qualmännern Pellkartoffeln gereicht. Jebrode Äädäppel sind Bratkartoffeln. Dazu sollte man auf die Frage: „Spejel- oder Röhrei?“ gefasst sein. 
Der typische Bonner Suerbrode (im Originalrezept aus Pferdefleisch) unterscheidet sich vom Sauerbraten in anderen Regionen schlicht dadurch, dass Rosinen und Appelkrutt (zu Sirup eingedickter Apfel- und / oder Birnensaft) hinzugefügt werden. Eine Besonderheit liegt in der Zubereitung der Soße, welche mit Schwarzbrot angedickt wird. Hämmchen met suurem Kappes ist die bönnsche Adaption des Schinkeneisbeins mit Sauerkraut. (...)
Lust auf mehr? Viel ausführlicher geht es im CityGuide Bonn zu.
Dazu gehört auch die Anekdote aus dem Jahr 1822.
Das Jahr bescherte den Bonnern eine gute Weinernte, aber auch eine große Mäuseplage. Der jährlichen Pilgerprozession zum Wallfahrtsort Kevelaer sahen einige der Honoratioren vom Fenster des Hotels „Zum Goldenen Stern“ am Markt zu. In dem Moment kam ein junger preußischer Leutnant herein und rief: „Seht euch dieses abergläubische Volk an! Sie tragen eine silberne Maus nach Kevelaer und glauben, damit die Plage loszuwerden.“ Ein älterer Bonner klopfte ihm auf die Schulter und sagte bedächtig: „Leven Här Leutnant, wenn me dat glööven däte, hätte me at längs ne joldene Preuß no Kevelaer jebraat.“

Bürgerlich / Rheinisch

„Zum Gequetschten“ - wie ein Gasthaus zum Namen kam
Das geschichtsträchtige Restaurant wird 1578 erstmals urkundlich erwähnt und gehört mit zu den ältesten der Stadt. Ab 1636 hieß es „Elefant“, später „Schwarzer Rabe“, dann „Schiefe Ecke“ aufgrund seines Grundrisses. Zur damaligen Zeit unternahmen die Landleute des Öfteren Bittprozessionen nach Bonn, allen voran ein Kreuzträger. Bei Stärkung mit ’nem Bier und ’n’ Schnaps am damaligen Stadttor konnte man den Heiland natürlich nicht in das turbulente Gasthaus mitnehmen und stellte ihn diskret hinter die Eingangstür. Eines Tages polterten nichts ahnende Studenten herein. Dadurch wurde der Heiland arg eingequetscht und der noch heute gültige Name ward geboren.

usw.  

Arabisch / Asiatisch

usw.

Mediterran allgemein

usw..

Lindenwirtin „Aennchen“ (Auszug)
Anne Schumacher wurde 1860 in Godesberg geboren. Schon mit 18 Jahren leitete sie nach dem Tod ihres Vaters den „Gasthof zum Godesberg“. Ihr rheinischer Frohsinn, ihre liebenswürdige Autorität und ausgesprochene Musikalität machten den Gasthof bald zu einem beliebten Treffpunkt der Studenten. Liebevoll Fräulein Aennchen, später Tante Anna genannt, verdankt ihren Beinamen „Lindenwirtin“ einem damals weit über die Landesgrenzen hinaus berühmten Studentenlied, gedichtet von Rudolf Baumbach. Er hatte bei Abfassung dieses Liedes vermutlich nicht an das Fräulein von Godesberg gedacht, es aber auch nie bestritten. (...) Sie wurde bald, zumal neben ihrem Gasthof tatsächlich eine Linde stand, weithin mit der Lindenwirtin identifiziert. (...) Die Lindenwirtin erhielt ungezählte Zuschriften aus der ganzen Welt. Die wohl berühmteste Postkarte traf 1902 aus Kiautschou ein: Offiziere der kaiserlich-chinesischen Marine gaben als Adresse nur ein kleines „n“ und Deutschland an. Am 75. Geburtstag trafen etwa 5000 Glückwunschkarten aus der ganzen Welt ein, viele nur mit „Aennchen in Deutschland“ adressiert. An diesem Tag wurde sie - längst überfällig - zur Ehrenbürgerin von Bad Godesberg ernannt.
Ausführlicher geht es im CityGuide Bonn zu.

Südstadt (Auszüge)
Das bürgerliche Wohnviertel, die ältesten Gebäude stammen aus klassizistischen Anfängen und ist ein Kleinod von europäischem Rang. Ein Spaziergang durch die vielen Alleestraßen ist absolut lohnenswert! Viele Gebäude stehen auf der Denkmalliste. Immer wieder sollte man den Blick auf das vielfältiges Ornament richten, beachtenswert sind viele gusseiserne Balkongitter, Pilaster und Stuckornamente. Einige Häuser an der Prinz-Albert-Straße stellen schöne Beispiele dar, ebenso die am Rondell des ehemaligen Roonplatzes. In den 1890iger gab es einen regelrechten Bauboom, in denen ganze Häuserzeilen entstanden. Dadurch erhielt die Südstadt ihren auszeichnenden einheitlichen Gesamteindruck. In den Kriegen wurden nur wenige Häuser zerstört, die Lücken nach heutiger Auffassung durch geschmacklose Neubauten geschlossen. Aufmerksame Beobachter werden in der Argelanderstraße eine interessante Symmetrie der Häuser bemerken. In der Königsstraße wurden einige Doppelhäuser spiegelbildlich zueinander gebaut, ebenso in der Kurfürstenstraße. Auffällig ist in der Ermekeilstraße die Vielzahl von Ladeneinbauten (heute z. T. Gastwirtschaften), die der Versorgung der Soldaten in der ehemaligen, gegenüberliegenden Kaserne dienten. Der Straßenname wurde wegen der dort stationierten „armen Kerle“ zu „Ärme-Kääl-Strooß“ verballhornt.
Die Südstadt wird durch Qualität und Lage v. a. von dem gehobenen Mittelstand dominiert. Durch die Nähe zu vielen universitären Einrichtungen ist es auch ein beliebtes Wohnrevier für Studenten, etliche Verbindungshäuser residieren in stilvollen Gebäuden. Etabliert sind viele Kneipen und Lokale, die nicht nur einen abendlichen Streifzug interessant gestalten können.
Erheblich ausführlicher, insbesondere genaue Adressenangaben der genannten Häuser, finden sich im CityGuide Bonn. Die Nordstadt, das Bad Godesberger Villenviertel, Muffendorf und Teile Oberkassels sind weitere sehenswerte bauliche Ensembles. 

Ein paar ausgewählte Bonnbonns für Nachteulen:
Die Kneipen in der Altstadt konzentrieren sich nördlich des Bonner Stadthauses, begrenzt von der Bornheimer Straße, dem Kaiser-Karl-Ring und der Altstadt. Mindestens alle 50 Meter eine Kneipe, für den Abend ist also gesorgt. Die Südstadt liegt innerhalb der Poppelsdorfer Allee, Adenauer Allee und Reuterstraße. Die Schenken stehen hier nicht so dicht wie in der Altstadt, dafür liegen sie in einem schönen bürgerlichen Wohnviertel aus dem 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts unter Schatten spendenden Alleebäumen. Kleinere Zentren haben sich noch entlang der Clemens-August-Allee in Poppelsdorf, sowie in Endenich, Bad Godesberg und Beuel etabliert.

Alternativ / Kleinkunstbühne

usw..  

Auch für ältere Semester

Bars und Kneipen

usw..

Biergärten

usw..  

Reggae / Salsa

Jazz / Blues

usw.

Auch an die Jüngeren wird gedacht.
Bonn für Kids
Ein Bonnbesuch macht auch Familien Spaß, für die Jüngeren können die mitunter anstrengenden Museums- und Kirchenbesuche aufgelockert werden. Die Zutaten dazu bieten Stadt und Umgebung zuhauf, wie eine Untersuchung beweist: Darin belegt Bonn bei der Kinderfreundlichkeit den zweiten Platz unter den größten deutschen Städten. Wer will, kann Ausflüge in einer geführten oder eigenen Fahrradgruppe organisieren. (Siehe ausführlich „Extrathema: Fahrradfreundliches Bonn“.)
Das jährliche Großereignis an der Bonner Museumsmeile im Mai mit Sonderführungen, Open-Air-Konzerten, erlebnisreichen Aktionen und großem Kinder-Spaß-Programm ist für die ganze Familie geeignet. Mit Sport und Spiel, Clownerien, Musik und Unterhaltung verwandelt sich der Rheinauen-Park (Gronau) Anfang September beim Familienspielefest in eine Aktionsfläche für Groß und Klein. (Siehe auch Kapitel „Zur richtigen Zeit am richtigen Ort“.) Auf dem Bottlerplatz im Bonner Zentrum befindet sich ein kleiner Spielplatz, auf dem Kids ihren Spaß haben können, während sich die Eltern in direktem Blickkontakt einen Cappuccino gönnen. Ein ausgedehnterer steht am Hofgarten zur Verfügung. Das Buchgeschäft „Bouvier“ ggü. dem Hauptgebäude der Universität lockt mit einer überwältigenden Fülle von Kinderbüchern in einer kindgemäßen Atmosphäre. Im Rheinauenpark auf der Beueler Seite, ggü. der Telekom hinter dem Parkplatz, lädt ein „gestrandetes Schiff“ zu abenteuerlustigen Kletterpartien.
Einen besonderen Reiz hat es, à la Raumschiff Orion, in Bonn höchstpersönlich den „Rücksturz“ mit Überlichtgeschwindigkeit vom Pluto zur Sonne zu erleben. (...)
Wie man das macht, steht im CityGuide Bonn.

Botanische Kleinode in Bonn
Die Botanischen Gärten der Universität Bonn wurden u.a. weltberühmt durch mehrere Blüten der Amorphophallus titanum.
Aber es gibt auch mehrere versteckte, floristische Highlights. Eines davon ist die Stiftung Arboretumpark Härle.
Anfänge der ca. 4,5 ha großen Parkanlage, mit vielfältigen, exotischen Bäumen und Sträuchern, gehen auf den ehemaligen Direktor der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft Franz Carl Rennen zurück, der sich hier einen Sommersitz schuf. 1870 pflanzte er u. a. zwei Atlaszedern, einen Ginkgo, einen Mammutbaum (Sequoiadendron giganteum) und eine Weihrauchzeder (Calcocedrus decurrens). 1921 erwarb der Jurist Carl Härle das Anwesen und ließ das Wohnhaus im Bauhausstil umbauen. Der Park wurde durch weitere Pflanzungen erweitert, der Hangwald durch Wege erschlossen. Das Arboretum vereinigt umfangreiche Pflanzensammlungen wie Wacholder (Juniperus), Scheinzypresse (Chamaecyparis), Eibe (Taxus), Lebensbaum (Thuja), besonders seltener Gehölze wie Hänge-Pyrenäen-Eiche (Quercus pyrenaica pendula), Zimt-Ahorn (Acer griseum), Alligator-Wacholder (Juniperus deppeana), Hänge-Douglasie (Pseudotsuga menziesii glauca pendula), Trauerzypresse (Cupressus sempervirens) u. v. m.
Weitere mit Adressen und Öffnungszeiten usw. im CityGuide Bonn.
Dazu gehört auch der Rodderberg (kurzer Auszug).
Vor etwa 550.000 Jahren traf dicht unter der Hügelkuppe eine mehr als 1000 °C heiße Schmelze mit Grundwasser zusammen - eine äußerst explosive Mischung. Sie schleuderte Tuff, Magmafetzen und Gesteinstrümmer Hunderte von Metern in die Luft und ließ einen kreisrunden, über 50 m tiefen, 80 m durchmessenden Sprengtrichter zurück, der noch heute als Bodensenke sichtbar ist. Als Tuff bezeichnet man mehr oder weniger verfestigte Vulkanasche, also körniges Auswurfmaterial. Der ursprüngliche Krater wurde im Laufe der Zeit mit Löss aufgefüllt.
Vor etwa 300.000 Jahre erwachte der Vulkan erneut und bisher letztmalig zum Leben, diesmal mit einer Serie von Schlackeneruptionen. Schlacken sind flüssig ausgeschleuderte Magmafetzen, die in der Luft oder am Boden erstarren. (...)
Das 73 ha große Naturschutzgebiet ist zur Naherholung sehr beliebt, die trockene und sonnige Wärmeinsel bietet einen wichtigen Rückzugsraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten. (...) Allein über 40 Arten der Roten Liste Nordrhein-Westfalens sind hier zu Hause, darunter Purpur-Sommerwurz (Orobanche purpurea), Aufrechter Ziest (Stachys recta), Kartäusernelke (Dianthus carthusianorum) und Sonnenröschen (Helianthemum nummularium). Besonderheiten unter den Insekten sind die Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens), eine stark gefährdete Heuschrecke trockener, spärlich bewachsener Standorte und das auffällige Blutströpfchen (Sechsfleck-Widderchen, Zygaena filipendulae). Neben vielen anderen Schmetterlingen ist auch der Hauhechelbläuling (Polyommatus icarus) zu beobachten. Die Zaunelderechse (Lacerta agilis) ist in besonderem Maße auf diese Lebensraumvielfalt angewiesen. (...)
Auch in der näheren Umgebung hat Bonn einiges zu bieten, z.B. das Siebengebirge,
Es beginnt an der südlichen Stadtgrenze von Königswinter und erstreckt sich über etwa 5 km Breite und 9 km Länge. Mit 4800 ha ist es zwar der kleinste Naturpark in Deutschland, aber das größte zusammenhängende Gebiet in Nordrhein-Westfalen und zudem das älteste Natur- und Vogelschutzgebiet der Nation. Große Teile stellen einen der natürlichsten Wälder der gesamten Republik. Seltene Tiere wie Feuersalamander, Glattnattern, Blindschleichen u. v. m. können auf gut 200 km Wanderwegen beobachtet werden.
Im Unterdevon vor ca. 400 bis 350 Millionen Jahren lagerten sich Grauwacke, Tonschiefer und Sandstein ab, die vor etwa 350 bis 280 Millionen Jahren aufgepresst und zusammengefaltet wurden. Es bildete sich das Variszische Gebirge, dessen Gebiet sich von der Bretagne bis nach Polen hinzog. Durch Erdkrustenverschiebungen brach die Niederrheinische Bucht keilförmig in das Gebirge ein. Unter anderem dadurch verlagerte sich vor ca. 37 Millionen Jahren das nördliche Meer bis in diese Gegend. Behaarte Bonner Vorfahren lauschten für die nächsten zwölf Millionen Jahre dem Wellenschlag der subtropischen Küste und sind vermutlich die Urheber eines noch heute bekannten Schlagers: „An der Nordseeküste ... .“
Im Oligozän vor 25,5 Millionen Jahren kam es zu Vulkanismus im nordwestlichen Teil durch Hebung des Rheinischen Schiefergebirges entlang einer tiefreichenden tektonischen Grabenbruchzone. Magma stieg entlang einer Spalte parallel des Rheingrabens auf und lagerte sich auf dem devonischen Grundgestein in etwa 150-200 Metern ü. N. N. in 100-200 Metern Mächtigkeit ab; die eigentliche Geburt des Siebengebirges. (...)
Gegenüber dem neumodischen Schnickschnack ist der Volksmund eher skeptisch. Viel einleuchtender: Hinter einer Kette von Bergen lag eine Stadt, die sehr darunter litt, dass sie kein Wasser bekam. Wasser gab es auf der anderen Seite der Barriere aber im Überfluss. Also beschlossen die Bürger, sieben Riesen für einen Durchstich anzuheuern. So gruben sie dem Rhein sein heutiges Bett. Weil die Riesen jedoch nicht mit den verschmutzten Spaten nach Hause gehen wollten, klopften sie diese gründlich ab und so entstanden die sieben Berge. Und jetzt will noch einer was von Oligozän, Dolerit und Tektonik erzählen? Viel zu kompliziert! (...)
Ausführlicher im Herbst 2008 beim Buchhändler.

Romantische Ansichten (Auszug)
Bonn wird gerne Tor zum romantischen Rheintal genannt. Selten wurde eine Landschaft so mitreißend und stimmungsvoll beschrieben. Noch heute reduziert sich der Strom für viele Engländer, Amerikaner, Franzosen oder Japaner zwischen Bingen und Bonn: Dies ist für ausländische Touristen der Inbegriff des deutschen, des romantischen Rheins, ja ein Markenzeichen für fast ganz Deutschland überhaupt. Schon die alten Römer schätzten die rheinische Idylle. Der Klassik und Aufklärung überdrüssig, setzte die Romantik des 19. Jhs. ganz auf die Kraft des Gefühls, auf das Märchenhafte, das Fantastische. Siebengebirge und Mittelrhein besaßen alle Zutaten, die an einer Landschaft geschätzt wurden: eine bühnenmäßige Naturkulisse mit dem damals noch ungebändigten Gewässer, eingezwängt zwischen schroffen Felsen. Hinzu kamen die malerischen Ruinen aus dem Mittelalter, die an die Vergänglichkeit mahnten. Garniert wurde die Szenerie mit einer Fülle von Märchen, Sagen und Legenden, passend zum Zeitgeist.
Es waren zuerst die Engländer, die zu Beginn des 19. Jhs. die Schönheiten des Rheintals zwischen Bingen und Bonn mit den alten Burgen, Baudenkmälern und historischen Ruinen priesen. Auch die volkstümlichen, fantasievollen Erzählungen trugen ihren Teil bei. Als Friedrich Schlegel das Mittelrheintal bereiste, konnte er allerdings noch nicht ahnen, dass seine Reisenotizen maßgeblich zur Entstehung der großen „Rheinromantik“ beitragen würden; Clemens von Brentano schuf das prägende Wort. Er und Achim von Arnim sammelten auf ihrer Rheinfahrt Sagen und Balladen, die sie später in Des Knaben Wunderhorn zusammenfassten. Viele „Romantiker“ folgten ihren Fußspuren, auch Goethe ließ sich inspirieren. Ein weiterer bedeutender „Werbetexter“ war der englische Dichter Lord George Gordon Noel Byron, genannt Lord Byron, für Freunde „Albie“. (...)
Erheblich umfangreicher steht's im CityGuide Bonn.

Bonn für Kunst- und Museumsfreunde (Auszug)
Nicht ohne Grund sind die Bonner stolz auf ihre international bedeutenden Häuser: Die Kunst- und Ausstellungshalle und das Haus der Geschichte gehören seit ihrer Eröffnung zu den zehn meistbesuchten Museen Deutschlands. Das Arithmeum steht für „begreif- und greifbare Mathematik“, das Museum Koenig für seine biologischen Sammlungen und Sonderausstellungen, das Kunstmuseum Bonn für nationale und internationale Kunstströmungen. Hinzu kommen die sich auf deutsche Forschung und Technik seit 1945 konzentrierende Bonner Zweigstelle des Deutschen Museums im Wissenschaftszentrum und das Rheinische Landesmuseum. Vor allem bei hochkarätigen Wechselausstellungen locken die Museen zusammen jährlich über zwei Millionen Besucher an. Fast alle größeren Museen sorgen mit kleineren und größeren gastronomischen Einrichtungen für die Verpflegung. Viele bieten themenbezogene Veranstaltungen für Kinder an.
Natürlich werden im CityGuide Bonn alle gelistet und beschrieben.

Weiberfastnacht / Karneval (Auszüge)
In Beuel wurde die „Wieverfastelovend“ geboren. Den ersten Höhepunkt erreicht der Karneval an Weiberfastnacht in der eigentlichen Karnevalswoche, die letzten Tage vor Beginn der vierzigtägigen Fastenzeit bis Ostersonntag. 1824 beschlossen einige, heute würde man wohl sagen emanzipierte Wäscherinnen, die Herrschaft der Kerle im Karneval aufzubrechen und diese in die Mangel zu nehmen. Am Donnerstag vor den tollen Tagen, als ihre Männer die frisch gewaschene Wäsche (siehe dazu im Exkurs „Brückenweibchen in Beuel“, sowie "Et Bröckemännche" im CityGuide) auslieferte, schlossen sie sich zu dem Damenkomitee „Altes Beueler Damenkomitee von 1824 e. V.“ zusammen und schlugen die erste Schlacht. (...)
Der Bonner Karneval ist einen Besuch wert. Der rund 3,5 km lange Rosenmontagszug besteht aus gut 40 Musik- und Tanzgruppen mit 1000 Mitgliedern sowie weiteren 2000 der unterschiedlichen Karnevalsvereine und über 100 Motto-, Gesellschafts- und Transportwagen. Mehr als 100 Berittene und 50 Gespanne ziehen zudem mit. Knapp eine Viertelmillion Menschen säumten 2008 trotz kühlem Regenwetter die Zugstrecke durch die Altstadt und das Bonner Zentrum. (...)

Pützchens Markt (Auszug)
Ein weiteres Highlight findet ab dem zweiten Septemberwochenende in Pützchen am Rande Beuels statt. Es ist eine der größten Jahrmarktveranstaltungen in Deutschland, der umsatzstärkste Fünftagejahrmarkt. Neben den Bierzelten und Fahrgeschäften existiert noch der ausgedehnte Pluutemarkt. Er erinnert an den Ursprung, die Pilger mit allerlei Nützlichem zu versorgen. (...) Der Name geht auf einen Brunnen - „Pützchen“ - zurück. Um die erste Jahrtausendwende herrschte eine starke Dürre. Die erste Äbtissin des Benediktinerinnen-Klosters zu Vilich kniete während einer Bittprozession nieder und bat um göttliche Hilfe. An jener Stelle, wo ihr Äbtissinnenstab im Erdboden eingesunken war, entsprang eine Quelle. (...) Die Zahl der Pilger wuchs rasch an und es entwickelte sich die Adelheidis-Wallfahrt, der Pützchens Markt war geboren. (...) Um das Band zwischen Markt und Wallfahrt aufrechtzuerhalten, feiert man am Sonntag im Festzelt auf den Marktwiesen die heilige Messe. (...) Traditionell laden die Schausteller am Montagmorgen Waisenkinder der Region zu Freifahrten, ein Riesengaudi für alle. Zum Abschluss gibt es um 22 Uhr ein von den Fahrensleuten zum Dank an das Publikum spendiertes Großfeuerwerk.
Mit der ausführlichen Geschichte und allen Tipps im CityGuide Bonn.

Unterkünfte
Bonn weist fast etwa 7800 Hotelbetten in über 100 Unterkünften aus, die 2007 um 600.000 Gäste beherbergten. Die Preise reichen von um die 25 € für ein rustikales Einzelzimmer (EZ) bis an die 300 € für eine Suite. Einige bieten auch Drei- (TZ) und Vierbettzimmer (Quad) an. Ferner gibt es eine Jugendherberge, Campingplätze und Stellplätze für Wohnmobile. Für längere Aufenthalte sei auf die Mitwohnzentrale (www.mitwohnzentrale-bonn.com) verwiesen. Leider gibt es noch keine Hostels oder Vergleichbares. Da Bonn ein nennenswerter Anlaufpunkt für Gesundheitssuchende ist, wurde Wert darauf gelegt, Unterkünfte für Begleiter in der Nähe von größeren Kliniken zu listen.
Genügend Beispiele werden in den folgenden Preisklassen gelistet (DZ-Preise):
€ = ab ca. 45 €
€€ = ab ca. 70 €
€€€ = ab ca. 100 €
€€€€ = ab ca. 150 €

Literaturtipps (Auszug)
In den einzelnen Abschnitten wird auf vertiefende Literatur hingewiesen. Hier eine weitere kleine Auswahl.
Historisches
Brentano / Arnim: Des Knaben Wunderhorn (1805)
Lord Byron: Childs Harolds Pilgrimage und andere Verserzählungen (1816)
Alexandre Dumas: Excursions sur les bords du Rhin (1838)
Heinrich Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen (1844)
Victor Hugo: Le Rhin (1840/1842)
Werner Schäfke: Rheinromantik
Hörig / Sondermann: Bonn - Die Pracht am Rhein.
Für Kinder
Ursula Frank: Mondkinder
Barbara Stein: Bonn-Buch für Kinder
Romanhandlungen in Bonn
Heinrich Böll: Ansichten eines Clowns
John LeCarré: Eine kleine Stadt in Deutschland
Wolfgang Koeppen: Das Treibhaus
F. Paul Schwakenberg: Tatort Bonn - Stunde Null
Und dann wären da noch die Bonn-Krimis von Georg R. Kristan, Ralph Kirscht, Gisbert Haefs, Oliver Buslau, die historischen Kriminalromane von Wilfried Esch usw. Wer Bonn vorab kennenlernen möchte, dem sei noch die Monopoly-Ausgabe „Bonn“ empfohlen.

Making off - Pannen

Tach, wie wär's mit uns zwei?

Nö? Naja, war ganz nett, vielleicht ein paar Verständigungsprobleme, aber wie gesagt, ganz nett.

Muss jetzt weiter ... uuuuuuuuud tschüss!

Bis zur 1. Auflage: CityGuide Bonn, Reise Know-How Verlag, avisiert Ende November 2008


Abspann

Bitte beachten! Zu dem Inhalt des CityGuides Bonn, sowie Bonn allgemein, kann ich leider keine Auskünfte erteilen. Ich bitte um Nachsicht.

 
Unter dieser Adresse können allerdings gerne schon erste Aktualisierungen und Fehlerkorrekturen hinterlegt werden.
Bei Zuschriften bitte folgende Wünsche befolgen:

Bei Gefallen freue ich über eine Weiterempfehlung meiner Seiten und bitte das © "Nik"Klaus Polak, Bonn, Germany, zu unterstützen: Entgegen der weit verbreiteten Auffassung, alles im Internet veröffentlichte Material sei frei nutzbar, besteht ein Ernst zu nehmendes und rechtlich abgesichertes Copyright! Bei Nichtbeachtung wird der Verlag seine Ansprüche rechtlich verfolgen lassen.

eine schriftliche Genehmigung des Verlags eingeholt werden: info@reise-know-how.de. 

Ich danke für das Verständnis und die Rücksichtnahme.

 

Niks Reiseberichte

Fasten seatbelt ... und dann niks wie weg!

 

© "Nik"Klaus Polak, Bonn, Germany