Durch Mouseover über die Hotspots erhält man
Kurzbeschreibungen und einige weiterführende Links.
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für freie Dokumentation
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© "Nik"Klaus Polak, Germany und "Nad"ine Martin, Frankreich
Verzeichnis aller Reiseberichte
Übersichtsseite Die / Drôme
Erstellt: Dez 2002
|
Auf die kleinen, sehr hilfreichen Kauderwelschbände möchten wir besonders hinweisen. Die Reisehandbücher des Reise Know-How Verlags sind für Individualtouristen schon fast eine Legende. 2001 wurde das "world mapping project", eine Serie von über 200 Landkarten, die die ganze Welt abdecken wird, in Angriff genommen. Wir kennen nichts Besseres und möchten sie hiermit ausdrücklich empfehlen. |
Sicherheitshinweise
Bitte bedenkt bei Wanderungen, dass ihr euch teilweise in alpines Hochgebirge mit seinen unberechenbaren
Gefahren (z.B. plötzliche Wetterumschwünge, Steinschläge, Lawinenabgänge, Verletzungen - die eine
Fortbewegung unmöglich machen - usw.) aussetzt.
Wenn Handys vorhanden sind: mitnehmen, unbedingt vorher den Akku
aufladen und Notfallnummern abspeichern.
Es bietet sich an, wenn man die nähere Umgebung abgeklappert hat (kleine
Auswahl unter Südliches Drômetal und Westliches
Drômetal), das Tal der Drôme über die verschiedenen Pässe zu verlassen
und über einen anderen wieder hineinzufahren. Dabei durchfährt man viele
schöne und noch schönere Gebiete, die zum Wandern, Schwimmen oder einfach
Natur begaffen einladen. Dazu bieten sich unzählige Möglichkeiten über gut
ausgebaute große, kleine und kleinste Straßen bis hin zu Schotterpisten zu
bewegen. Dies ist eine Auswahl uns bekannter und bevorzugter Straßen in die
vier Himmelsrichtungen. Als Straßenkarte ist die Karte „La Drôme du Vercors
à la Provence“ sehr gut geeignet. Gute Wanderkarten und französischsprachige
Handbücher gibt es beim
Touristoffice in
Die.
Der Einfachheit halber haben wir alle folgenden Strecken so beschrieben, als ob
man aus dem Tal der Drôme hinausfahren möchte - teils als anschließende
Rundtouren beschrieben. Die Pässe sind im Uhrzeigersinn von Norden
beginnend aufgelistet.
ACHTUNG! Die Strecke Grenoble - Die via verse durch die Schluchten (Gorges) des Vercors ist in den Monaten Okt - Dez bis 2012 teilweise gesperrt Es besteht jedoch ein Schlupfloch (ausgeschildert) über die schmalen, jedoch pittoresken D 215a und D 215c. Allerdings sind bei Schnee unbedingt Winterreifen und Ketten erforderlich! (Stand Okt 2009)
Von Die aus fährt man Richtung Crest und Valence auf der D 93. Zwischen Die und Pontaix
zweigt die D 129 nach rechts über die Drômebrücke ab. Erstes Dorf ist nach knapp 1 km
Ste. (Sainte) Croix.
Alternativ fährt man - auch gut für eine (Mountainbike-) Wanderung geeignet - ca. 3 km nördlich von
Die-Zentrum die D 543A (führt an der 90°-Kurve der D 518 zum Col de
Rousset) am Gartenbauhandel Gemm verte vorbei (Richtung Quartier Saint-Sornin, Route de
Marignac / Col de Marignac)
und biegt an der Y-förmigen
Kreuzung nach links Richtung Ponet. Nach der 2. Brücke zweigt ein Weg ab, der
bald in eine gute Schotterpiste übergeht. Sie führt auf der rechten Seite oberhalb der
Drôme entlang und endet nach ca. 3 km an der Hauptstraße in Ste. Croix.
Ein kurzweiliger Spaziergang nach links oben durch dessen kleines Zentrum mit seinen
(wenigen) engen Gassen lohnt sich sehr.
Statt direkt von Ste. Croix die D 129 zum Col de la Croix zu nehmen, besteht auch die
Möglichkeit, durch das kleine Dorf nach links geradeaus bergan und dann eine knapp 9 km lange
parallele Strecke zu fahren, die im Tal auf der D 129 bei Vachères-en-Quint endet.
Der Umweg ist etwa 3-4 km länger, zeitlich muss je nach Fahrstil etwa eine
½-¾ Stunde zusätzlich eingerechnet werden. Im Winter und bei Starkregen
sollte man sie jedoch meiden. Allerdings sollte man gute Reifen haben -
am besten grobstolligere Winterreifen - und leichtere Offroadstrecken nicht
scheuen. Die Strecke ist auch gut für eine (Mountainbike-) Wanderung geeignet.
Wer sich nicht durch die sehr enge Gasse von Ste. Croix traut: 1.4 km nach Verlassen
der D 93 zweigt nach links eine schmale Stichstraße ab (ab hier KM 0 für die weitere
Beschreibung), die im oberen Ende des Dörfchens endet. Hier muss man sich sehr
scharf rechts halten, den kleinen Torbogen durchfahren und schon findet man sich
direkt danach auf einer Schotterpiste wieder.
Sie ist auf den ersten Kilometern
recht moderat und offeriert schöne Ausblicke auf das Drômetal mit Pontaix und
die Trois
Becs, später auch auf die Glandasse und den "Hausberg von Die",
den Justin. Nach 3.2 km ist der höchste Punkt erreicht. Überwog bisher landwirtschaftliche
Fläche, so fährt man nun durch einen mehr oder weniger schütteren Eichenwald,
der offensichtlich Jäger besonders anzieht. Die sind natürlich von
umhergurkenden Touristen gar nicht begeistert, aber die Piste ist frei
passierbar. Deren Zustand ist von nun an für Garagenfahrzeuge nicht gerade
prädestiniert, immer wieder gibt es kurze Passagen mit einigen wenigen Stellen
gewachsenem Fels. In der Regel setzt man aber nicht mit dem Unterboden auf,
jedoch sollte man entsprechend die eigene Fahrspur auswählen. Nach 5.6 km wird
das erste Gehöft und wieder asphaltierte Straße erreicht, nur 600
m weiter das aus wenigen Häusern bestehende Vachères-en-Quint. Immerhin gibt es hier eine
Bürgermeisterrei! Die Straße nach rechts zum Dorfplatz ist allerdings eine Sackgasse.
Nur 150 m weiter besteht die Möglichkeit nach links - abermals über eine
Schotterpiste - St. Andéol und weiter oben im Tal der Sûre die D 129 zu
erreichen. Ansonsten fährt man über einige Serpentinen direkt hinab in das Tal.
Kurz vor der D 129 passiert man noch einige Häuser und Höfe, die u.a. von
deutschen und niederländischen cheveulus - wie mein Schwiegervater die
"Zurück-zur-Natur-Liebhaber" eher liebevoll als abwertend beschreibt - betrieben werden.
U.a. ist ihr guter Ziegenkäse bekannt, daneben gibt es noch Vermietungen von
idyllischen Holzhäusern. Der Talgrund ist nach 8.9 km erreicht.
Von Die oder Pontaix aus hält man sich Richtung Ste. Croix und St.-Julien-en-Quint im vom Tourismus fast vollständig übersehenen Vallée-de-Quint. Es wird auch Vallée de la Sûre genannt, nach dem gleichnamigen Fluss Im Sommer ein Bach, bei Trockenheit ein Rinnsal verursacht er bei Hochwasser große Schäden durch Landerosion. Darum haben sich die Anwohner zu einer Gemeinschaft zusammengetan, um mit entsprechenden Maßnahmen (u.a. Uferbefestigungen) entgegen steuern zu können.
Landhaus in Les Touzons / Vallée-de-Quint
Ein Ausgangspunkt kann Les Touzons (545 m, Bild rechts mit Blick auf das Massiv
des Ambel
und seinen Gipfel Tête de la Dame (1506 m) sein.
Dazu muss man von der D 129, die zwischen Die und
Pontaix von der D 93 abzweigt, Richtung Ste. Croix
und St.-Julien-en-Quint fahren. Von der D 129 aus muss man nur noch die kleine Brücke
(unterer Bildrand Foto rechts) überqueren und steht an der Kreuzung bei einer Halle (linke Straßenseite). Mit Überqueren der Brücke
beginnt das Naturschutzgebiet "Parc du Vercors". (Ausgezeichneter
Artikel über das Gebiet: de.wikipedia.org/wiki/Vercors)
Die Halle ist eine ehemalige
Kräuterfabrik
(ehemals im niederländischen Besitz mit französischen
"Sklaven"; hier wohnt der alte, liebenswürdige Monsieur Gaston
Marce
mit seiner Frau Lea). Früher wurde getrocknete Petersilie, Schnittlauch u.a.
in größerem Stil hergestellt. Die Produktion hat sich - leider - nicht
mehr gelohnt, die Sklaven waren vermutlich zu teuer! Daher findet heute
nur noch eine bescheidene Produktion statt.
Feuer ist in dieser Gegend extrem gefährlich und verboten
(Naturschutzgebiet)!!
Sollte euch der Teufel oder die Romantik reiten:
Haltet von Anfang an Löschmaterialien wie Decken, Wasser, Sand oder Erde bereit!
Bedenkt den Funkenflug und lasst das Feuer nie unbeaufsichtigt!
Löscht das Feuer gründlich, sobald es nicht mehr benötigt wird!
Um nur einige Beispiele zu nennen!!
Von der D 129 aus muss man ca. 5 km vor (südl.) St. Julien-en-Quint, ca. 2 km vor Les Touzons, die kleine Brücke im Tal überqueren und befindet sich schon mitten im Naturschutzgebiet "Parc du Vercors". Von hier verläuft die D 172 über Lallet den Berg hinauf zu dem Col de la Croix (745 m), der einen schönen Überblick über das Vallée de Quint bietet. Die Straße führt weiter nach L'Escoulin. Auf einem südlich liegenden Hügel befindet sich eine Burgruine. An einer kleinen Brücke (KM 8.2 bezogen auf Gervanne) gibt es Hinweisschilder: "Le franjon / Le Bayard". Vielleicht kann man über die Piste die Ruine erreichen. In jedem Falle lohnt sich ein Blick auf den alten Torbogen des Gehöftes kurz hinter der Brücke. Weiter durch die schöne Schlucht wird beim KM 6.3 ein "Ableger" (vermutlich Destillerie) der Bioparfüm- und Kräuterfabrik "Sanoflor" passiert, kurz darauf die Mündung der Sépie in die etwas größere Gervanne. Geologen werden sich mit Sicherheit an den durch den Fluss freigelegten schönen, waagerechten Schichtungen der Gesteine erfreuen, Biologen an der spezifischen Flora, die sich an ein trockenes, nährstoffarmes Habitat angepasst hat. Dazu gehören Unmassen von teils alten, knorrigen Bergthyminaninseln, vereinzelten Rosmarinbüschchen und seltener wildem oder verwildertem Lavendel, die sich besonders an den Mergelschüttungen (franz. Mergel = marne) angesiedelt haben. Überhaupt sind die mächtigen, stark erodierten Lockerschichten an vielen Stellen des Diois auffällig, die sich stellenweise bis zu den höher liegenden Felsabbrüchen hinaufziehen. Bäume werden vor allem von niedrigwüchsigen Kieferartigen (Pinienverwandte?) gestellt. Um den KM 4 sieht man nördlich auf einem Höhenzug das ausgesetzte liegende Chateaux Montrond (später beim Abzweig nach Omblèze nochmals besser sichtbar), das aber leider nicht besichtigt werden kann.
Kurz vor Beaufort-sur-Gervanne kann über die D 590 ein Abstecher in die Sackgasse von Eygluy-Escoulin gefahren werden. Wandervögel und Moutainbiker können vor dort einen Anschluss über eine 3.7 km lange Piste in das Tal von Véronne und weiter in das Drômetal zur D 93 bei Saillans erhalten.
Schließlich ist Beaufort-sur-Gervanne erreicht. Bemerkenswert ist, dass man über eine unterirdische Quelle verfügt; überlebenswichtig bei Belagerungen in früheren Zeiten. Von hier führt die D 70 südlich zurück zum Tal der Drôme und auf die D 93 nach Die bzw. Crest. Dabei passiert man Mirabel-et-Blacons, ein schönes altes Dorf, das in den 1980/90iger Jahren überwiegend von Niederländern und Deutschen im alten Stil renoviert wurde.
In die entgegen gesetzte Himmelsrichtung führt die kurven- und
serpentinreichen D 70 nach Leoncel - ausgeschildert, aber leicht zu übersehen.
Kurz vor Plan-de-Baix (auffälliges Gipfelkreuz auf den Rocher de Vellan) geht nach rechts die D 578,
ausgeschildert nach Omblèze ab.
Im ersten Abschnitt ergeben sich ferne Ausblicke auf die Gipfel der Glandasse im
Südosten und Trois
Becs im Süden. Begleitet wird man von einer lang gezogenen, fast
senkrechten, über 100 m Gipfelwand oberhalb der Straße. Nach 2 km taucht auch auf der
gegenüber liegenden Talseite eine mächtige Wand auf. Mehrere Hundert Meter
tief, fast unzugänglich, hat sich der Fluss Druise
in mehreren Absätzen eingegraben und ist von hier aus nicht einmal
andeutungsweise erkennbar. Rasch rücken beide Felswände zusammen und scheinen
nach 4.7 km eine unüberwindliche Barriere zu bilden. Der Beginn eines schmalen Durchlasses ist
erst im letzten Augenblick erkennbar, eine manchmal nur 50 m breite, etwa 2 km
lange Schlucht. An deren Beginn befindet sich eine Abzweigung, die über eine
Brücke nach rechts führt.
Hier liegt auch die „Le moulin de la pipe“. Neben
Essen und Trinken im schön ausgebauten Innenraum und einer schönen, meist
schattigen Terrasse,
finden von März bis August jeden Samstag Veranstaltungen
wie Theater, Kabarett aber vorwiegend Musik statt. Tel: 0475 76 42 05
Folgt man dem Abzweig der D 578a über die Brücke, so wird nach 1.1 km ein
kleiner Parkplatz erreicht. Von hier geht es nur noch per pedes weiter, festes
Schuhwerk ist von Vorteil, bei Gehsicheren aber nicht unbedingt erforderlich.
Der Abstieg dauert etwa 15 m, dann ist der beeindruckende Wasserfall Chute de la
Druise in einer schmalen, am Ende hakenförmigen Schlucht erreicht. Aus 72 m
Höhe donnert das Wasser herab, Aufnahmen sind auf Grund der Gisch nur mit einem
Filter zu empfehlen. Ein Bad in dem sich darunter gebildeten See ist selbst im
Sommer eine Erfrischung, die wohl nicht jedermanns Geschmack sein dürfte, der
Fröstelfaktor ist hoch. Allerdings Achtung, Lebensgefahr! Direkt unter den Fall sollte man nicht
schwimmen. Dies zwar auch wegen der gewaltigen Wucht der Wassermassen (die in
der Trockenzeit naturgemäß deutlich geringer ausfallen), sondern wegen mitgerissenen
Ästen und selbst Steinen! Für den Aufstieg sollte man 25-35 min rechnen.
Nur Hundert Meter weiter Richtung Omblèze, stößt man auf den kleineren, nicht
weniger beeindruckende Chute de la Pissoire (!). Wer ihn sieht, wird sich
den Namen sofort erklären können. Er bietet im Sommer ebenfalls eine schöne Bademöglichkeit. Zudem gibt es mehrere
etliche Meter breite, romantisch bemooste, eher Sickerstellen als
Wasserfälle, die die Augen und den Fotografen reizen. Selbst im Sommer bleibt
es in dieser Schlucht immer angenehm kühl, auch weil die Sonne nur kurze Zeit
einfallen kann.
Letztendlich befindet man sich in einer Sackgasse, deren befahrbarer Abschnitt
sich etwa 3.5 km vor Omblèze zu einem sich
langsam weitenden, länglichen Talkessel öffnet und dort nach 10 km endet. Von
hier (Parkplatz vor dem Dorf!) ergeben sich für Wandervögel Strecken zwischen
2½-3 h z.B. zum Col de la Bataille oder den Ambel
mit seinem Gipfel Tête de la Dame (1506 m),
über den man in das Vallée-de-Quint wandern könnte.
Zurück zur Hauptstrecke D 70 und weiter nach Norden. Nach dem Col de Bacchus (980 m) muss man sich in Le Chaffal entscheiden, ob man weiter Richtung Chabeuil und der Großstadt Valence auf der D 68 fahren will. In diesem Falle ist der Col des Limouches zu befahren. Geradeaus geht es weiter nach Léoncel, von dort bieten sich weitere Alternativen an.
Interessant ist eine Rundfahrt zurück nach Die, die knapp hinter
diesem Pass (3.5 km) beginnt. Dort zweigt von der D 68 die schmalere D 749 ab und erreicht nach
14 km das nächste Dorf Gigors. Den ersten Teil der Strecke hat man immer wieder
Ausblicke über die Abbrüche des Vercors, hier als Teilgebiet Plateau de
Combovin genannt, in das Rhônetal. Die Straße endet in der welligen, kaum
besiedelten Hochebene T-förmig auf der D 732, nach nach Westen hin nach
Combovin hinab führt. In der anderen Richtung ist alsbald der Col Jérôme
Cavalli (842 m) erreicht - als solcher kaum zu erkennen, gäbe es dort nicht
eine große Gedenktafel für das französische Fliegerass, der 1943 in Tunesien
im Luftkampf gegen die Deutschen umkam. Auch einem amerikanischen Flieger wird
hier gedacht, der in der Nähe abgeschossen wurde. Die Straße windet sich
hinab, es gibt einige schöne Aussichtspunkt, u.a. auf die Trois
Becs. Unterwegs wird zur Domaine de Sagnol (auch Zimmer) gehörend der 9-Loch-Golfplatz "Le Golf en Jean's" (Par
33) passiert, geöffnet Mai - Oktober. Eher ein Ausflugsziel für die ganze
Familie als ernsthafter
Sport.
Vor Gigors, eine kleine Ansammlung von teils schönen alten Häusern,
besteht die Möglichkeit über die D 732 Beaufort-sur-Gervanne
anzufahren. Ansonsten geht es weiter über die D 731 direkt Richtung Drômetal.
Am südlichen Dorfausgang befindet sich die romanische Kirche St. Pierre. In Aouste
ist dann die D 93 nach Die erreicht, zuvor kann man aber noch einige schöne
alte Häuserensembles in dem kleinen Städtchen bewundern.
Diesen Pass kann man über den Col de Rousset
(siehe dann D 178: Rundfahrt über den Col de la Machine)
anfahren bzw. eine Rundfahrt darüber beenden. Hier gehen wir aber von einer
Anschlussfahrt über den Col de la Croix oder man
fährt von Die über die D 93 Richtung Crest, dann über die D 70 bis nach
Beaufort-sur-Gervanne.
Auf der weiteren Fahrt nach Léoncel sei noch auf die Abstecher nach
Omblèze
und die Rundfahrtmöglichkeit zurück nach Die über den Col des Limouches
verwiesen. An dieser Stelle soll aber über eine andere Rundfahrt berichtet
werden, nämlich über den sehenswerten Col de la Bataille (1313 m), dessen
Zufahrtsstraße D 199 in Léoncel (alte Abtei) beginnt. Zunächst dicht bewaldet
eröffnen sich kurz vor und nach dem Pass - für kurze Zeit auf einer Art Sattel
- immer wieder sehr schöne Ausblicke in die steil abfallenden Sackgassentäler
der Lyonne im Norden und nach Süden von Omblèze. Östlich des Passes, kurz
vor dem Col de la Portette (1175 m) wird eine Kreuzung erreicht.
Geradeaus weiter kann, wie schon oben beschrieben, Anschluss zum Col de la Machine und der folgenden,
extrem ausgesetzten D 76 mit fantastischen Aussichten oberhalb der
Schlucht Combe Laval (siehe dort weiterführend)
genommen werden.
Biegt man allerdings talwärts auf die D 331, geht es weiter Richtung Bouvante-le-Bas.
Eine voll ausgeschlagene Vegetation verhindert von etwa Mitte April - Ende
Oktober überwiegend die ansonsten weite Aussicht. Nichts desto trotz lohnt sich
der Weg, zumal bald der Col de la Croix (um 750 m, nicht zu verwechseln mit dem Col
de la Croix im Vallée-de-Quint) erreicht wird. Von hier kann
man in das Sackgassental der Lyonne einbiegen und erreicht über die D 131 nach
4 km das verträumte Bouvante-le-Haut. Auffällig viele Pferde sieht man auf den
Almwiesen und im Tal befindet sich ein tiefgrüner alter Stausee. Wer länger
verweilen will: Es gibt den Camping Jacine, wo man auch Zimmer und Chalets
mieten kann. In dem Dorf befindet sich die Kirche St. Pierre, ein Blick hinein
ist interessant. Während anderen Orts die Chöre oberhalb der Kirchbesucher
stehen, sitzen diese hier Hörsaalartig und der Chor ist unten. Auch die kleine
Gedenkstätte rechts neben der Kirche zeigt eine Besonderheit: eine alte
Versorgungs"bombe" aus dem zweiten Weltkrieg.
Die Weiterfahrt führt schließlich zum Städtchen Oriol-en-Vercors, dass sich
faktisch schon im Tal der Isère befindet. Von hier gibt es natürlich
Anschlussmöglichkeiten zur Rückkehr über den Col de la Machine
oberhalb der
Schlucht Combe Laval und über Pont-en-Royans zu
der Höhle von Choranche und weitere
Alternativen.
Hier die schlichtere, da einfach zu beschreibende Version.
Durch ein schönes, enges Hochtal mit der murmelnden, mäandernden Léoncel durch
schmale Wiesenflecken, gesäumt von Laubbäumen, führt die D 70 zurück nach
Léoncel (16 km). Über die D 101 und den Col de Tourniol geht es über
kleine Straßen nach Westen Richtung Valence, über die größere D 199 letztendlich nach
Pont-en-Royans (absolut
sehenswert!). Von dort
aus erreicht man in kurzer Zeit die Autobahn Grenoble/Valence.
Nur wenige km südlich von Léoncel besteht die Möglichkeit, statt die alte
Strecke zurück zu fahren, eine parallele über den Col des Limouches
zu wählen. Schließlich gäbe es auch noch die Möglichkeit zu den
Wasserfällen und in die Schlucht von Omblèze zu fahren
usw. usw.
Es sei auch auf den ausgezeichneten Artikel über das Gebiet in der Wikipedia: de.wikipedia.org/wiki/Vercors verwiesen!
Nicht mehr bekannte Quelle, ich bitte um Informationen zum
Copyright!
Aus Die führt nach Norden die D 93 Richtung Crest und Valence. Kurz vor dem Ortsausgang, knapp nach dem Bahnhof, zweigt nach rechts Y-artig, gut ausgeschildert die D 518 über die Verengung Canyon de la Comane, dann das kleine Dörfchen Chamaloc zum Col de Rousset (1254 m) ab. DE Rousset, nicht wie im Plan DU Rousset - es handelt sich um den Namen eines alten Bürgermeisters von Die.
Chamaloc Blickrichtung Vercors
Foto: © Frederking, Lippstadt
Kurz vor Chamaloc, etwa 100 m hinter der Brücke, zweigt eine nicht ausgeschilderte Piste nach links ab. Über sie könnte man den Col de Marignac in gut 5 km erreichen und weiter in das Tal Vallée-de-Quint fahren.
Zurück zum Pass - wie er hier genannt wird; während alle anderen Col sowieso heißen, spricht man in der Gegend einfach nur vom Col. Er ist vielen Kurven und Serpentinen - insbesondere unterhalb der Felsabstürze der Rochers de Chironne (ACHTUNG: gefährlicher Steinschlag möglich!) - ist nach etwa 30 gemütlichen Minuten erreicht und nun hat man einen der besten Ausblicke über Teile des Drômetals und Die. Bei gutem Wetter kann man sogar das Tal der Rhône erahnen. Der Pass (die eigentliche Höhe liegt auf 1367 m, ist aber nur zu Fuß zu erreichen) bildet auch die Klimagrenze zwischen den feuchteren Nordalpen und den trockeneren und sonnigeren Südalpen. Er ist, zumindest von der südwestlichen Seite her, für uns einer der schönsten im gesamten Umkreis.
Zufahrt zum alten Tunnelstollen von Die kommend (Postkarte um
1900).
Hinter, also nordöstlich des Tunnels (gebaut 1979) vom Col de Rousset, verzweigt sich die Straße. Nach Norden führt die D 518 weiter, nach Nordwesten zweigt die D 178 ab.
Schon bald befindet man sich auf dem Hochplateau des Vercors und hat einige Möglichkeiten
herum zu kurven. Hier erst einmal die direkt Weiterfahrt Richtung Grenoble. Die
D 518 führt durch das kleine St.-Agnan-en-Vercors und erreicht schließlich La
Chapelle-en-Vercors und führt weiter zu der Schlucht der Grands-Goulets.
Schon in St.-Agnan-en-Vercors zweigt nach rechts die D 103 nach St.
Martin-en-Vercors ab, das 24 km vom Col de Rousset entfernt ist.
Hier befindet sich ein
Bärenmuseum.
Es ist von 10 - 12 h und von 14 - 19 h geöffnet, Tel: 0475 45 53 96. 1 km nach St. Martin-en-Vercors befindet
sich am Straßenrand ein Zentrum für Spéléologie
(Höhlenkunde bzw. -kletterei). Hier haben auch Kinder und Ältere die
Möglichkeit in die Unterwelt abzu"tauchen".
Die Grotte de la Luire diente bis 27. Juli Juli 1944 der Résistance als
Höhlenlazarett. Bei der "Eroberung" durch deutsche Truppen wurden 19 verwundete Widerstandskämpfer ermordet, zwei Ärzte und ein Priester
später exekutiert, zwei Krankenschwestern in KZs verbracht, von denen nur eine
überlebte.
Nur wenig weiter, kurz vor St-Julien-en Vercors, zweigt nach rechts, Richtung
Osten, die schmale, kaum ausgeschilderte D 221 ab. Sie verläuft parallel zur D
103, häufig romantisch durch dichten Wald am Hang der von Nord nach Süd
verlaufenden Gebirgskamm der Montagne de Lans. Nach 6.3 km ist die "Porte
d'Herbouilly" auf 1280 m erreicht. Nur wenig weiter gibt es nach rechts
einen befahrbaren Waldweg, der nach 500 m die "Auberge - Refuge der
Roybon" erreicht. Neben einer saisonbedingten Bar und Restaurant, werden
verschiedene Aktivitäten wie Ponyreiten angeboten. Im weiteren Verlauf der D
103 ergeben sich immer wieder schöne
Ausblicke in das Hochtal, das die Buyèche gegraben hat. Kurz vor
Villard-de-Lans ändert sich die Nummerierung in D 215c, von Villard-de-Lans -
und leider nur von dort aus - als „Route
touristique“ ausgeschildert.
Bleibt man auf der D 103, so durchfährt man nach St-Julien-en-Vercors die beeindruckende, enge Schlucht (Gorges) de la Bourne - sie ist
allein schon wegen der Straßenführung sehenswert. Bald ist Villard-de-Lans
erreicht, das dortige Ski- und Tourismusgebiet wird als
Villard 2000 bezeichnet. Die Hauptstrecke weiter Richtung Grenoble ist die D 215a,
allerdings verläuft auch parallel dazu eine etwas schmalere Straße bis
Lans-en-Vercors.
Es gibt von der Strecke mehrere Möglichkeiten in das Tourismusgebiet von Autrans zu fahren. Aber Achtung! Die in den meisten Karten (auch vielen Navigationssystemen) noch eingezeichnete Verbindung durch den Tunnel und über den Col de Montaud in das Tal der Isère / Grenoble, z.B. zur Autobahnausfahrt A 49 Nr. 11 (Tallins) und Nr. 12 (Villard-de-Lans), über die D 3 und D 218 von/nach Autrans ist zerstört und wird vermutlich auch mittelfristig nicht wieder instand gesetzt.
Um nach Grenoble zu gelangen, gibt es zwei praktisch parallel verlaufende Routen.
Foto: © Frederking, Lippstadt
Ein prima Restaurant ist das La Fondue. Was der Name schon andeutet ist Programm: Käsefondues in allen möglichen Formen. Dazu Tartiflettes, Raclettes und Schokoladenfondue in drei urigen kleinen Sälen - fast schon größere Zimmer. Geöffnet Mo-Sa zur Mittags- und Abendzeit, Fr+Sa sind keine Reservierungen möglich: first come, first serve. 5, rue Brocherie, 04 76152072
Ein weiteres das Tonneau de Diogene, ganz in der Nähe der S-Bahnhaltestelle Place Notre Dame. Die Speisekarte ist minimalistisch, die Portionen dafür groß. Da die Preise niedrig sind, finden sich überwiegend Studenten ein. Es gibt ein Tagesgericht.
Die Einrichtung vom Steak Restaurant, ebenfalls am Place Notre Dame, ist sicherlich kein Augenschmaus, aber die Gerichte sind gut und relativ preiswert.
Eine Studentenatmosphäre findet man im La Boite a Sardine auf dem 1, place Claveyson in der Fußgängerzone Nähe dem alten Blumenmarkt, nicht weit entfernt vom "arabischen Viertel" und der Isère. Geöffnet Mo-Sa 10.30-1.30 h.
Eine größere Auswahl von Burgern und Salaten findet man im O'brothers auf der Île verte an unvermuteter Stelle. Erst seit Frühjahr 2008 in Betrieb, hat es sich schon einen so guten Namen bei dem meist studentischen Publikum gemacht, dass eine Platzreservierung unbedingt notwendig ist. Das Kneipenrestaurant ist ganz witzig gemacht. Im Sommer gibt es eine Art Biergarten, ganzjährig einen alten, zum Restaurant umgebauten Omnibus und dann noch das eigentliche Kleinrestaurant. Zudem wird recht gute (Reggae)Musik, teils live geboten. Di-So 9-1 Uhr. 31, L'île verte, Rue de Mortillet, 04 7654 2677, www.obrother.fr (August 2011 erreichte uns leider die Nachricht, dass es leider abgebrannt ist. Unklar, ob eine Wiedereröffnung ansteht.)
Wer Erdinger Weizenbier und andere deutsche Biere vermisst, wendet sich bei Grenoble an: Boissons du Monde, 1 rue de la verrerie, ZI Le Fontanil (Cornillon), 04 76755153, www.boissonsdumonde.fr, Öffnungszeiten: Di-Sa. 9 -19 h. Allerdings gibt es keinen Kasten-, sondern nur einen Flaschenpreis von 1.55 €, zzgl. Pfand. Dazu fährt man die A48 Richtung Valence, Ausfahrt #14 (St. Egrève Nord / Le Fontanil) beim Carrefour. An der nächsten Ampel geht es nach links am Carrefour vorbei bis zum nächsten Kreisverkehr mit blauen Säulen, dort nach rechts bis kurz vor dem Bahnübergang.
Ältere Infos, nicht mehr auf Aktualität überprüft:
Bars:
Rue Taillees (Nähe Rue A. Fleming): Rock-Land-Café „Green River“
BoulevardGambetta / Rue Lakanal: Subway, Broadway
Place de Gordes bei Jardin de Ville: Café de la mairie (Paulaner)
Place Louis Le Désiré: Le Trib (diverse Biersorten), Le Perroquet (Pub)
Place Vaucançon: L’Absinthe (Kult"pub" des kultigen Getränks aus dem Anfang des 20. Jhs.; Link zur Wikipedia)
Quai Créqui: Le Boukana (Erdinger)
Fontaine Latuar: Shannon (irischer Pub / Diskothek, Eintritt), neben Conseil General
Rue Auguste Gaché: Havanna café
Rue du Sault / Rue Guétal: King Charly
Rue Génissieu / Rue Thiers: Cervoisier, Spezialist für verschiedene Biersorten
Rue La Fayette 20: Woodstock Pub (Erdinger)
Rue Lamartine: Le mae vas (Diskothek, homosexuelles Klientel?)
Rue Lautréamont (Lant Chanaron?): Excalibur (Hard Rock, faktisch nur mit Auto erreichbar)
Rue Saint Jacques: Favory the Bar (Nähe Kino Rex)
Rue du Palais: Le Couche tard (Place Tribunal)
Rue Saint Joseph: L’auberge du Rhin
Rue Vauban: Phenomen Saloon
Nähe Bastille: La soupe aux choux (Pianobar, Jazz)
Nähe Bahnhof: Sporting Rock Café
Nähe Kino Le Royal, hinter C&A: Le Scenario (Cave à biere, empfohlen aus 2. Hand als gut!)
Nähe Quai, neben der Feuerwehr, gegenüber Parkplatz Philippe Ville: Les trois Canards (Bar und Disco, aus 2. Hand empfohlen als gut!)
Cour Berriat: Star Rock Café Memphis
Rue d’agier: Grizzly, Saxo
8, Rue August Génin: L’entre pot (hat uns richtig gut gefallen!), Tel.: 76482148
Restaurants:
Rue Brocherie: viele kleine vietnamesische und arabische Restaurants; außerdem Chorus café (Pub)
Rue Chenoise: Restaurant le Madagascar und Restaurant Marocain
Rue des Clercs: Pizzeria Da Peppino bis 14.00 (??) geöffnet
Sonstiges:
Kletterwand im Sportgeschäft Nähe Carrefour, Decathlon, Meylan
14, Rue H. Grenoble: Musée de la Résistance et de la Déportation: Tel: 76423853
Richtung Fontaine / Ralley - Warenhaus (Magic - Drac Ouest) Prefecture
Haben Erdinger Weizenbier und nehmen Pfandgut zurück:
Euroboissons, 6, chemitz de l*Artisanat 2.A. Devienne, 26540 Mours St.
Eusebe, 75053417
Magazin de boisons, St. Egrève, 10, rue de île Boune, 0476627035
Vorwahl im
Gebiet 04 |
Telefon |
Notarzt |
15 |
Polizei |
17 |
Feuerwehr |
18 |
Taxi |
76544254 |
Fremdenverkehrsamt
Chamrousse (125 FF) |
76899265 |
Fremdenverkehrsamt
Roche Béranger (125 FF) |
76519488 |
Fremdenverkehrsamt
Alp d´Huez (170 FF) |
76803541 |
Fremdenverkehrsamt
Villard de Lans (Vercors) Côte 2000 |
76951894 |
Fremdenverkehrsamt
Grenoble |
76424141 |
Horloge
des Neiges |
76543080 |
Gare
routiere VFD (Busabfahrt zu den Skigebieten 8 Uhr) |
76477777 |
Massif des
Montagne Prévisions
à 5 jours |
36680404 |
Wetterbericht
Département |
366802XX |
Wetterbericht
Region |
36680000 |
Col
de Rousset |
0475482539 |
Villard
de Lans |
0476951038 |
|
|
Hinter, also nördlich des Tunnels vom Col de Rousset verzweigt sich die Straße. Links führt die D 178 zum Pass Col de Saint Alexis (1222 m), auf dem sich ein Sommer- wie Winterskilanglaufgebiet befindet. Kurz darauf wird Vassieux-en-Vercors erreicht. Der bedeutende Ort der Résistance hat viele Partisanen darunter auch Abbé Pierre beherbergt. Die Bewohner wurden, zusammen mit einigen Partisanen, am 21. Juli 1944 von deutschen Truppen abgeschlachtet. Zahlreiche Gedenkfeiern erinnern an die Opfer des Widerstandes.
Nach weiteren ca. 2 km, nun auf der D 76 kurz dem Col de la Chau (1337
m), ist in stiller Bergeinsamkeit
ein ergreifendes Mémorial
des Widerstands (Résistance) erreicht. Tel:
0475 48 26 00, April - September 10 - 18 h, Oktober - März 10 - 17 h. Auch
dazu bitten wir um Infos.
Hinter dem Pass liegt das Skigebiet Font d'Urle, eine etwa 2 km lange
Stichstraße (D 76a) führt im Sommer zu einer Skistation, dort kann geparkt
werden, dann sind es noch ca. 20 Laufminuten, bis der Steilabbruch des Vercors
in das Vallée-de-Quint erreicht ist: Ein imposanter Ausblick. Zudem ergeben
sich Wandermöglichkeiten, einige bis zurück nach Die.
Weiter auf der D 76 - im Sommer könnte auf dem Weg die Grotte de Brudour
besichtigt werden - und es gibt den Abzweig der D 199 Richtung Col de la
Bataille und in Richtung Tal der Isère, beide Strecken sind als
Rundfahrt an dieser Stelle beschrieben.
Im
weiteren Verlauf der D 78 wird aber nun der Col de la Machine erreicht.
Bleibt man hingegen im Tal, so verläuft die kleinere D 178 parallel zur
Hauptstrecke nach Vassieux-en-Vercors. Alsbald ist der Col de Proncel (1100 m)
passiert, kurz danach liegt die Grotte
& Parc (mit Bisonzucht) de la Draye Blanche. Sie ist von April bis Oktober 9.30 - 18 h zu besichtigen.
Tel: 0475 48 23 29 / 25 83. Vor Vassieux-en-Vercors biegt nach links die D 199
Richtung Col de la Machine (1146 m) ab und mündet kurz vorher in die D 76.
Zuvor wird allerdings noch der Col de Carri (1215 m) mit Leichtigkeit
überwunden. Hier gibt es ein Skilanglaufgebiet.
Die Qual der Wahl ist von nun an nicht zu groß. Die tief eingeschnittene Schlucht Combe Laval wird von der geradeaus führenden D 76 und der D 2 flankiert. Die erheblich schönere ist die D 76! Die sehr schmale Straße schlängelt sich extrem ausgesetzt über Galerien und durch Tunnels in luftiger Höhe und Blick auf das Tal der Isère, das sich gut 600 Höhenmeter tiefer befindet, jedoch zum Greifen nahe scheint. An einigen Stellen kann geparkt werden, um die atemberaubende Sicht erleben zu können. Auf der D 76 erreicht man nun St.-Jean-en-Royans.
Über die D 76 erreicht man die nahe gelegenen Autobahnauffahrten 8 (La Baume d'Hostun) und 9 (St-Marcellin) mit Anschluss an die A 49 Richtung Valence oder Grenoble. Kurz zuvor durchfährt man St.-Nazaire-en-Royans. Am Eingang des Dorfes liegt unübersehbar ein mächtiges Aquädukt aus dem Jahre 1876 mit einer Höhe von 35 m. Am Fuße des Aquädukts befindet sich die Prähistorische Höhle von Thaïs an der D 531 (parallel zur Autoroute Grenoble/Valence), die vor ca. 15.000 Jahren von Crô-Magnon-Menschen (siehe auch weiter unten Steinzeitmensch in Frankreich) bewohnt wurden. 0475 48 45 76, www.grotte-de-thais.com. Von hier aus kann man auch eine Raddampferfahrt unternehmen. Beste Parkmöglichkeit ist der Parkplatz am Ortseingang von Bourg-de-Péage aus kommend über die N 1532. Von dort aus sieht man auf der anderen Isèreseite den Raddampfer liegen. Tel: 0476 64 43 42 (Vielen Dank für die Ergänzung an Klaus Krüger aus Alixans.)
Folgt man jedoch weiter der D 54 Richtung Pont-en-Royans, so trifft man zunächst in St.-Laurent-en-Royans auf
die D 2, über die man auf der anderen Seite der Combe Laval - Schlucht zum Col
de la Machine zurückfahren könnte. Anschließend gibt es den Abzweig der D 518
zu den beeindruckenden Grands-Goulets. Die
Straße ist allerdings seit 2007 führt den Kraftverkehr gesperrt und nur noch
Fußgängern und Radfahrern zugänglich. Eine neue Umgehungsstraße durch einen
langen Tunnel wurde inzwischen fertig gestellt und mündet in der Nähe des
Schluchtendes auf die D 103a. Der Verlauf dieser neuen Straße ist uns noch
nicht bekannt. Wir bitten um
ausführliche Infos.
Oder man zweigt bereits in St.-Jean-en-Royans Richtung
St.-Laurent-en-Royan ab und erhält schon einen ersten Eindruck der (kleinen)
Schlucht der Petit Goulets, um anschließend über die D 518 noch die
Grands-Goulets zu genießen.
Bleibt man auf der D 54, so fährt man in das pittoreske
Dörfchen Pont-en-Royans ein, dessen Häuser "die Füße im Wasser
stehen" haben. Kein Wunder, dass es hier auch ein Wassermuseum gibt.
Nach einem eventuellen Besuch und begibt sich anschließend mit Hilfe der D 531
zum Dorf Choranche-Couffin. Nur wenig danach sieht man auf der südlichen
Talseite eine Wasserfall, der meiner Schätzung nach mindestens 200 m hoch sein
dürfte.
Direkt gegenüber führt eine etwa 3 km lange Zufahrtsstraße bergan zu
der Grotte de Choranche (576 m ü.N.N.,
Eintritt 9.50 € [Stand 2011]), die zudem mit einer Steilwandkulisse aufwarten
kann.
Die Grotte wurde erst 1875 von den Anwohnern entdeckt, vermutlich weil der
Ausfluss sehr klein und durch große Felsenbrocken verdeckt war.
Inzwischen sind von den vermuteten unterirdischen 50 Kilometern der zwei Flüsse
31.2 km genauer exploriert worden, etwa 500 sind ausgebaut und der
Öffentlichkeit zugänglich, der Rest ist den Speleologen vorbehalten. Auf Grund
der stark schwankenden Wasserzuflüsse haben etliche schon dabei ihr Leben
gelassen. Bei einer fast konstanten Temperatur von 10°C sollte man vor allem im
Sommer an wärmende Bekleidung denken, eine Führung dauert immerhin 1 h. Für
an Tropfsteinen Interessierte sei darauf hingewiesen, dass es die auf der Welt
sehr seltenen Fistuleusen (Spaghetti-Stalaktiten) zu Hunderten zu sehen
gibt. In einem kathedralenähnlichen Saal, der erst in den 1950er Jahren
entdeckt wurde, wird zum Abschluss eine sehenswerte Lichtshow mit Klängen zu
Karl Orff dargeboten. Schließlich kommen noch die Evolutionsbiologen auf ihre
Kosten: Zwar hier nicht mehr vorkommend, aber in einer Nachzucht aus dem
jugoslawischen Karst werden die höchst eigentümlichen Grottenolme
präsentiert. Sie verfügen noch über Kiemen, haben aber schon eine Lunge. Bei
Durchschnittstemperaturen unter 10°C legen sie Eier, darüber bringen sie
lebende Junge zur Welt. Diese lebenden Fossile haben sich derart an die
Unterwelt angepasst, dass sie keine funktionsfähigen Augen mehr haben und fast
vollkommen farblos sind. Dafür gibt es keine natürlichen Feinde, nur mit der
Strömung haben die eidechsenartigen, wurmförmigen, kaulquappenähnlichen, etwa
10 cm langen, leicht rosafarbenen Reptilienangehörigen gelegentlich zu
kämpfen. Die Archäologen wird es freuen zu hören, dass es 70.000 Jahre alte prähistorische
Funde gibt. Und die Wasserfallologen dürfen sich an einem schönen, weithin
sichtbaren Tuf-Fall (führt über Tuffgestein, daher der französisch
adaptierte Name) mitten in
dem Berghangwald ergötzen. Natürlich gibt es hier auch ein erstklassiges
Klettergebiet.
Nicht mehr bekannte Quelle, ich bitte um Informationen zum
Copyright!
Es sei zudem auf den ausgezeichneten Artikel über das Gebiet in der Wikipedia: de.wikipedia.org/wiki/Vercors verwiesen.
Die D 35 (ein Abzweig von der D 531) führt, z.B. nach einem Abstecher in die Schluchten Gorges de la Bourne (D 531) oder der Höhle von Choranche, über das Dorf Rencurel und den 1074 m hohen Pass nach Saint Gervais und Rovon zur nächst gelegenen Autobahnausfahrt der A 49 Nr. 10 (Vinay) im Tal der Isère. Allerdings haben wir diese Strecke noch nie befahren und bitten um Auskünfte. (Auf der obigen Karte nördlich der Gorges de la Bourne.)
Es gibt mehrere Möglichkeiten in das Tourismusgebiet (u.a. Skigebiet, mit
allerdings relativ sanften Mittelgebirgshängen) von Autrans,
nördlichsten Teils des Vercors,
zu fahren.
Aber
Achtung! Die in den meisten Karten (auch vielen
Navigationssystemen) noch eingezeichnete Verbindung durch den Tunnel und über
den Col de Montaud in / aus dem Tal der Isère / Grenoble, z.B. zur
Autobahnausfahrt A 49 Nr. 11 (Tallins) und Nr. 12 (Villard-de-Lans), über die D 3
und D 218 von / nach Autrans ist zerstört und wird vermutlich auch
mittelfristig nicht wieder instand gesetzt. (Auf der obigen Karte nördlich der Gorges de
la Bourne.)
Diese Straßenskizze stammte von der nicht mehr aktiven Seite www.vallee-drome.com/die/anglais/die.htm.
(Damals offizielle Seite der Tourismusbehörde, Grafik auf neuer
Internetpräsenz nicht auffindbar.)
Dafür sollte man einen ganzen Tag veranschlagen, insbesondere, wenn man den Rückweg über den Col de Miscon und Le Claps einbauen möchte.
Zunächst folgt man der D
93 nach Süden und zweigt bei Pont-de-Quart auf die D 539 zu dem kleinen,
pittoresken, mittelalterlichem Weindorf
Châtillon-en-Diois - das unbedingt einen Besuch wert ist! - ab.
Kurz
danach führt die D 120 nach rechts zum winzigen Dorf Mensac (prima Klettergebiet),
anschließend zum nicht weniger großen Dorf Menée. Hier zweigt die D 224 für 4.3 km als
Sackgasse zum Cirque Archianne ab. Man sollte sich die Zeit nehmen, ihr zu folgen! Das sich zunehmend
verengende Tal belohnt den Unternehmungslustigen in Archianne,
einem Nest von vielleicht 8 Häusern, das, wie der Name andeutet, fast bogenförmig von Steilwänden der Glandasse umrahmt wird. Ein wenig wird man an
die Dolomiten en minature erinnert. Von hier führt ein Wanderweg in jeweils 20
und 40 Minuten zu zwei Wasserfällen. Ebenso kann auf diesem Wanderweg das
Plateau erreicht werden, auf dem man bis zum Col de Rousset wandern kann. Das
ansässige Restaurant ist in den Sommermonaten von Touristen recht überlaufen,
nicht mit besonderen lukullischen Delikatessen gesegnet, schmutzig und und daher
nicht empfehlenswert. Bemerkenswert sind neben der grandiosen Kulisse die
kleine, einfache Kirche und das öffentliche Telefon!
Zurück zur Hauptstrecke windet sich die D 120 zum Col de Menée,
für uns einer der schönsten Pässe - dafür haben andere schönere
Schluchten. Auffällig sind die zwar überall vorkommenden, aber nur in dieser
Gegend akurat in Blockform geschnittenen Buchsbäume (Buxus sempervirens,
franz. buis) am Straßenrand.
Auf etwa halbem Weg, nicht weit entfernt von Les Nonières (eine
Stichstraße führt in dem Dorf übrigens zu einem netten Wasserfall) führt abermals eine Sackgasse, die D 515, über das
Dörfchen Bénevise (auf den Karten steht Treschenu-Creyers -
praktisch die "Obergemeinde", die aber als Häuseransammlung nicht
mehr existiert) hoch in das Vercors, bis an die 1500 m - Höhenlinie. Von hier aus
gibt es nochmals eine Stichstraße, von deren Ende man eine kurze Wanderung
unternehmen kann, um zu einem Aussichtspunkt (franz. Belvedère) nach Archianne
zu gelangen. Wer Zeit hat, sollte, von oben aus gesehen, links neben der Kirche
den Fußsteig hinab zur unteren Straße nehmen. Ein sehr schöner, nur
15minütiger Weg durch das Dorf hin und zurück.
Die Straße führt weiter hoch in den Vercors, von wo aus man schöne
Wanderungen bis hin zum Col de Rousset (6-8 h)
oder zu dem Abstieg in das Combe de Romeyer (4-6 h) unternehmen könnte. Belohnt
wird man für den Ausflug in das entlegene, teils tief eingeschnittene Hochtal Vallon
de Comb(e?)au,
gegenüber die im unteren Bereich terrassierten Felsabstürze der Roches
de Combeau, mit einer schon hochalpinen Vegetation und Atmosphäre. Es ist
müßig Superlative zu strapazieren, zumal ich noch nicht den Grand Canyon
gesehen habe, aber wirklich beeindruckend! Es besteht die Chance Gemsen zu
sichten! Einen Kilometer vor Ende der
befestigten Straße gibt
es die Auberge de Combeau (gîte d'étape, 1370 m), eine im Sommer
geöffnete Versorgungsstation. Die
Straße endet schließlich in einer weiten Hochalm, auf 1653 m liegt das nicht
bewirtschaftete Refugium Abri de l'Essaure (kleiner Vorrat an Brennholz in der
Kiste).
Wieder zurück zur Hauptstrecke. Nach dem 1402 m hohen Col de Menée ändert sich die Nummerierung in D 7.
Der Pass hat seinen Namen aus der Zeit der Hugenottenverfolgung,
findet seinen sprachlichen Ursprung im Patois und bedeutet "minuit".
D.h., man nutze ihn für die Flucht um Mitternacht.
Man
könnte nun einen kurzen Abstecher nach Chichilianne unternehmen,
ebenfalls ein beeindruckendes, amphitheaterartiges Hochtal oder nach Trésanne
zu Füßen des auffälligen Massivs des Mt. Aiguille (2086 m). Die Hauptstraße führt
schließlich Richtung Clelles.
Dort erhält man Anschluss an die D 1075
(ehemals N 75), die nach Norden Richtung Grenoble führt.
Alternativ, um einiges schneller und wegen der Ausblicke nicht ohne Reize, nutzt man
dazu die kurze A51, die kurz nach Monestiere
beginnt (2.90 €, Stand 2009). Wer vor Grenoble noch einen Abstecher wünscht,
fährt fort mit Col de l'Allimages. Wer die Rundtour
unternehmen will, hält sich an die Richtungsbeschreibung über den Col
de Grimone,
Nur wenige km auf der D 1075 Richtung Norden biegt man nach links auf die D 8
zu dem kleinen Dörfchen St.-Michel-les-Portes. Von hier aus sind es
durch ein V-förmiges Tal 11 km auf der D 8a bis zum Col de l'Allimanges (1352
m), mit immer wieder anderen Blicken auf den Mt. Aiguille. Unterwegs passiert man in einer scharfen Kurve einen Abzweig zu einem
ausgeschilderten Aktivitätenpark "in der Natur" (wir
bitten um Erfahrungsberichte), der besonders für Jugendliche interessant
sein sollte. (Übrigens: Wer es aus irgend einem Grund eilig hat direkt nach
Grenoble zu kommen, fährt bei St.-Michel-les-Portes einfach auf der D 1075
gerade aus weiter. 500 m vor dem 898 m hohen Col du Fau gibt es das Restaurant
Aux deux daimes; "Man spricht Deutsch." Direkt danach gelangt man
an einen Kreisel, der zu der Autoroute A 51 führt.)
Vom Pass aus sind es noch 2.5 km bis zum Dorf Gresse-en-Vercors. Kurz danach
gibt es einen Straßenabzweig. Geradeaus geht es zunächst mehrere km auf etwa
gleicher Höhe, dann hinab nach St. Giaumelle und zurück zur D 1075. Die
Variante kennen wir nicht und bitten um Zuschrift. Vermutlich ist es
allerdings interessanter nach links auf die D 242 über St.-Andéol nach
Chateaux-aux-Bernard zu fahren. Die ganze Zeit über hat man auf der westlichen
Seite die steil abfallenden Felswände des Vercors - hier Montagne de Lans
genannt - in der östlichen Ferne die Ausläufer der französischen Hochalpen
als Kulisse. Schließlich wird die D 8b erreicht. Nach links geht es zum 1154 m
hohen Col de l'Arzelier, der ein kleines Skigebiet (bis knapp 1500 m) mit
einem Sessel- und einem längeren Schlepplift beherbergt. Auch einige kurze
Übungslifte sind vorhanden, ebenso wie eine Handvoll mehrstöckiger
Apartmenthäuser, die die Landschaft - wie in Frankreichs Wintersportgebieten
üblich - verschandeln. 12 km weiter, in dem oberen Abschnitt durch dichten
Wald, ist Le Gua (an dessen Ende im Kreisverkehr links halten) und kurz darauf
(Kreisverkehr halblinks) über die D 63c im Tal Vif erreicht. Von hier
aus (Kreisverkehrs nach links; rechts sieht man die hohe lange Autobahnbrücke)
besteht Anschluss an die D 1075, kurz danach gelangt man zur Anschlussstelle Nr. 12 der Autoroute (kostenfrei) nach Grenoble,
ggf. zurück nach Die durch das Vercors.
Hat man jedoch noch Zeit, so sollte man der D 148 Richtung Boulc (3
km) und Bonneval (8 km) folgen. Bald nach dem kurzen Tunnel zweigt die D 348 rechts
Richtung Ravel et Ferriers ab (uns unbekannt, gerne
fügen wir die Informationen dazu hier ein).
Allerdings sollten sich wagemutige Offroadfahrer (auch mit einem schlichten Polo
machbar) schon vor dem Tunnel, direkt nach der Brücke, also nur wenige
Meter von der D 539 entfernt, nach links wenden. Hier führt eine schmale
öffentliche Waldschotter- und Geröllpiste nach Soubreroche. Kein Weg
für schwache Herzen mit nagelneuen Chromkarossen. Begegnen sich hier zwei
Autos, muss das eine bis zu einer der über ein Dutzend Spitzkehren zurückweichen
und in abenteuerlichen Manövern versucht man sich zu passieren. Aber auch
ohne Gegenverkehr ist die Fahrt eine Erfahrung wert. Es dürfte wohl keine
der 180°-Kehren direkt gekurvt werden können, außer vielleicht mit einem
Motorrad. Das Ganze findet sehr ausgesetzt statt und arbeitet sich gut 5-600
Meter in die Höhe, bis bei einer Ansammlung wenigen Häusern der dichte
Wald weicht, die Piste schließlich etwas breiter und besser wird. Man
befindet sich auf der "Les Chemins du Soleil" (No. 5), einer
Waldpistenfernverbindung, die von Valence nach Gap, von Grenoble nach
Sisteron reicht. Vielleicht hält man sie für die nächsten
Auseinandersetzung mit mit einem befreundeten Nachbarland als
Ausweichstraßen in Betrieb. Nach einem schönen Ritt, der sich in jeder
Jahreszeit lohnt, insbesondere aber bei buntem Herbstlaub, wird nach 7 km
das Nest Les Avondons auf der D 628 erreicht. Etwa 2 km nach Osten (links)
könnte man in Les Tatins einer Bergmetzgerei einen Besuch abstatten.
Ansonsten wendet man sich talwärts, vorbei an einer schön restaurierten
Kapelle auf einer Hügelkuppe und erreicht Boulc und die D 148. Hier
könnte das rustikale Restaurant La Tune de l'Ours mit einer schönen
Terrasse zum Verweilen einladen. Es könnte sich auch ein Besuch des
Sackgassentals (natürlich führt auch hier die No. 5 auf Pisten wieder in
die Berge) Richtung Bonneval (5.5 km) und Souvestrière (6.5 km) lohnen.
Allerdings gibt es außer Wandern und dem Besichtigen einer alten Kapelle in
Souvestrière, die heute als Wohnhaus dient, nichts weiter zu tun. In der
Gegend ist die Schafzucht recht weit verbreitet.
Bei einer Rückfahrt zur D 539 trifft diese Tour in Mensac und bei Chatillon -
12 km nach Glandage - mit der oben beschriebenen Route über den Col de
Menée zusammen. Weiter bis nach Pont-de-Quart würde man die D 93 erreichen, die nach Die
führt.
Alternativ fährt man ab Boulc (an der Viererkreuzung bei der Mairie) über
die D 174 zum 1023 hohen Col de Miscon, bis man - ab dem Dorf Miscon
gerechnet - nach 6 km direkt bei Le Claps die
D 93 erreicht. Diese Route war bis vor wenigen Jahren die einzige
Möglichkeit der Leute von Boulc und Umgebung, um am Markt in Die und dem
Leben teilzunehmen. Im Winter war damit natürlich recht schnell Schluss.
Erst mit dem modernen Tunnel, der den Anschluss an die D 539 ermöglichte,
hat man fast das ganze Jahr über "Kontakt zur Außenwelt". Nach
rechts sind es bis Beaurières 12, nach links bis Luc en Chatillons 3 km und
weiter geht es bis Die.
Diese Straßenskizze stammte von der nicht mehr aktiven Seite www.vallee-drome.com/die/anglais/die.htm.
(Damals offizielle Seite der Tourismusbehörde, Grafik auf neuer
Internetpräsenz nicht auffindbar.)
Ein schöner Tagesausflug führt von Die aus über die D 93 an den „Le Claps“ ("das Chaos", wo man schön an bis zu 20 m hohen Felsbruchstücken klettern kann [Topos gibt es in den Buchhandlungen von Die]). Zudem locken ein kleiner Wasserfall und ein kleiner See. Berühmte Entstehung des Steinrutsches: ein Kloster vor mehreren hundert Jahren - Mönche, die Mönchinnen zu einem Wein und mehr mönchten - Folge: Urteil von oben in Form eines Felsschlages. Sehenswertes Naturdenkmal, vom Kloster ist aber nix mehr über.
Vorbei geht es zum Col de Cabre. In St. Pierre d'Argençon entscheidet man sich für die Weiterfahrt über die D 993 über Aspres-s.-Buëch nach Aspremont oder direkt über die kleinere D 993b nach Aspremont. Von dort führt die Hauptstraße D 1075 (ehemals N 75, Richtung Grenoble / Digne) nach Serres. Je nach Zeit gibt es nun 4 Hauptmöglichkeiten plus Varianten zum Tal der Drôme über diverse kleine Straßen und Pässe zurückzukehren. Die Reihenfolge der Aufzählung ist von Serres aus Richtung Westen zu sehen.
Auf der Strecke ist in einer Kurve ein Hinweisschild auf ein Restaurant. Wer es mal ausprobieren will, möge uns bitte informieren, ob es empfehlenswert ist.
Beschäftigen
wir uns aber weiter mit der D 61, zu der bis auf die erste Möglichkeit alle
anderen Straßen führen. Hinter Chât la Charce, kurz vor Establet, zweigt die
D 106 zu dem kleinem Sommer- und Wintersportgebiet Valdrôme ab (siehe oben),
von dem wieder die D 93 nach Die erreicht werden könnte.
Weiter
auf der D 61, etwa 10 km hinter Chât la Charce, in Bellegard-en-Diois befindet
sich ein geschätztes vegetarisches Restaurant La Prasada, das zumindest einige
Zeit von einem deutsch/belgischen Pärchen geführt wurde. (Stand 1/2011) Am
südlichen Eingang von Bellegard-en-Diois zweigt nach rechts die schmale
Sackgasse D 243 zu dem kleinen, aber pittoresken Dörfchen Mont-la-Huc ab. Ein
von außen sehr rustikal wirkendes Gîte und ein Hinweisschild auf ein Gîte
d'enfants weisen auf Übernachtungsmöglichkeiten hin.
Die D 61 passiert das Dorf Jonchères, das eine Besichtigung durchaus lohnt.
Schon jetzt offerieren sich immer wieder schöne Ausblicke auf die Glandasse.
Schließlich windet sich die Straße in das Tal der Drôme hinab. Mit Erreichen
der Ebene hat man noch die Möglichkeit einen knapp 1 km langen Schlenker durch
das schöne Dörfchen Poyols mit seinen netten Fassaden zu machen. 1 km nördlich von Luc-en-Diois
die D 93 erreicht. Hier geht es nach links Richtung Die zurück. Wem der
Treibstoff ausgegangen ist: Direkt gegenüber der Einmündung gibt es seit Ende
2010 eine automatische Tankstelle für Diesel und Benzin mit 95 Oktan.
Diese Straßenskizze stammte von der nicht mehr aktiven Seite www.vallee-drome.com/die/anglais/die.htm.
(Damals offizielle Seite der Tourismusbehörde, Grafik auf neuer
Internetpräsenz nicht auffindbar.)
Wie auf der Karte ersichtlich heißt hier ein Dorf St. Nazaire-le-désert, ein anderes Pennes-le-Sec (fragt uns nicht, warum das nicht klein geschrieben wird, aber so heißt es (siehe auch http://pagesperso-orange.fr/blache/: interessanter Link auf eine französischsprachige Seite). Désert heißt Wüste und sec heißt trocken. Und so sieht der Großteil der Gegend auch aus. Bedingt durch besondere klimatisch-morphologische Wechselwirkungen regnet sich die aus dem Rhônetal kommende Luft vor diesem Gebiet ab, trocknet das Gebiet aus und lässt die Wassermassen dann erst wieder im Drômetal frei. Der eine findet die Gegend pittoresk, der andere ärmlich oder nicht die Gegend, in der er seine alten Tage verbringen will. Einige würden sich sogar lieber in Sibirien tot über einen Stacheldrahtzaun hängen sehen, als hier auch nur einen Tag zu verbringen. Wir finden das Areal aber sehr schön und werden es nach und nach näher erforschen. Hier gibt es eine schöne Aufgabe für diejenigen, die uns kräftig mit Berichten unter die Arme greifen wollen. Denn: Weitere, vielfältige Möglichkeiten eröffnen sich vom Tal der Rhône aus, die wir aber alle nicht kennen. Sie sind vermutlich sehr zeitraubend (da auf der Karte sehr kurvig dargestellt), wohl aber auch interessant. Wer kann hier helfen? Vom Tal der Drôme zweigt das Vallée de Charsac ab: Noch keine Informationen darüber, soll aber schön sein. Bitte um Infos.
Südlich von Die zweigt von der D 93 nach etwa 10 km rechts die D 340 Richtung
Barnave ab. Vorher hat man die Möglichkeit eine Destillerie zu besichtigen
und Honig zu kaufen. In Barnave gibt es ein Kleinkunsthandwerk und eine ebenso
kleine Übernachtungsmöglichkeit.
Alternativ führt man die D 93 etwa 3 km weiter bis Recoubeau und nimmt die
D 140 nach Jansac. Schwer zu sagen welche Route schöner ist, wenn
überhaupt, dann favorisiere ich diese. Im oberen Abschnitt verläuft die
schmale Straße recht ausgesetzt und gibt immer wieder Blicke auf das Tal
der Drôme und sogar bis zu den höheren Bergspitzen der Haute Alpes frei.
Vor dem Pass vereinigen sich beide Straßen.
Danach windet sich die schmale Straße, die
ganz bestimmt nicht für einen Reisebus geeignet ist, bis zum 1040 m hohen Col
de Pennes aus dem Talkessel hinauf. Zwischendurch gibt es immer wieder
Gelegenheit an Haltebuchten auszusteigen und einen weiten Blick über das
Tal der Drôme und den Glandasse zu werfen.
Auf der Passhöhe genießt man einen weiten Blick über das westliche Bergland.
Im Unterschied zu den meisten östlichen Pässen findet man insgesamt
weniger Felsabstürze, sondern eher mehr oder weniger stark geneigt
Bergflanken mit Nadelwaldbereichen und einer schütteren
Busch-Strauch-Vegetation auf Geröllabschnitten und felsigem Untergrund.
Nach wenigen Metern verzweigt sich die Straße.
Nach links führt sie Richtung Aucelon (schöne Wanderungen - http://pagesperso-orange.fr/blache/,
interessanter Link auf eine französische Seite). Die
Strecke wird selten befahren, ist aber recht schön. Auf einem
kurzen, schönen Abschnitt verläuft sie recht ausgesetzt und wurde in den
Fels geschlagen. Im weiteren Verlauf hat man Ausblicke in das tief
eingefräste Bachtal. In der Gegend herrscht durch die Trockenheit ein gutes
Klima für die Schafzucht; Wölfe machen den Schäfern das Leben mit dem
Naturschutz allerdings manchmal schwer. Es herrscht eine für Großstädter
ungewöhnliche Stille, die eher von hoch fliegenen Flugzeugen, als von Autos
unterbrochen wird. Schließlich wird, 17 km nach Recoubeau, 7 km nach dem
Pass das Tal der
Roanne und die D 135 zu erreicht. Von hier sind es bis St.
Nazaire 16 km.
Von
dem oben erwähnten Abzweig nach dem Pass geht es geradeaus zu Pennes-le-Sec
(http://pagesperso-orange.fr/blache/,
interessanter Link auf eine französische Seite),
vorbei an einem ausgeschilderten und wunderbarem
Klettergebiet mit 60 Routen
in allen Schwierigkeitsgraden. Obwohl der Name -Sec, wie unten
beschrieben,
schon die Situation andeutet, befindet sich doch hier tatsächlich ein
Swimmingpool! Ferner gibt es einen kleinen protestantischen (hugenottischen) Temple,
einen kleinen Campingplatz, ein Bürgermeisterhaus, einen großen
öffentlichen Veranstaltungssaal, eine weitere Kirche, eine
Handvoll Häuser und eine schöne Auberge mit noch schönerer Terrasse:
Les Lavandes, Tel.: 04 75 21 73 70 / 79 19. Es gibt gutes Essen in
"typisch französischer" Atmosphäre, noch unverdorben vom Tourismus.
Auch andere Restaurationen können schöne Terrassen auf. Ferner können
kleine und ein größeres Chalet und einige Zimmer relativ preiswert
gemietet werden. Der Chef, der die Auberge renoviert hat, hilft gerne
bei der Planung verschiedener Aktivitäten.
Es ist erstaunlich, in welchem noblen Zustand sich diese gottverlassene
Häuseransammlung befindet. Dies wird erklärbar, wenn man berücksichtigt,
dass ein Fabrikant aus Grenoble sich als edler Unterstützer verschrieben
hatte, da er hier geboren wurde. Ob dieser Sponsorschaft erfreut er sich u.a. der kleinen
Büste gegenüber dem Rathaus.
Weiter führt die Straße herab auf die D 135 in das Tal der La Roanne (http://pagesperso-orange.fr/blache/,
interessanter Link auf eine französische Seite). Nach
links begibt man sich in die Region Drôme Provençale (siehe
Anschlussbeschreibung in umgekehrter Reihenfolge hier),
nach rechts Richtung Saillans (Kirche aus dem 12. Jh.) in die Region Vallée Drôme. Fährt man in diese Richtung, so zweigt nach
etwa 4 km die D 581 sehr scharf nach rechts den Berg hinauf ab. Es geht
zunächst Richtung
Rimon-et-Savel (http://pagesperso-orange.fr/blache/,
interessanter Link auf eine französische Seite). Direkt nach Rimon endet die D 581 und damit der
Asphalt. Nun geht es weiter auf der staubigen aber gut zu befahrenden D 512
weiter bergauf. Nach wenigen km erreicht man einen Startplatz für Hänge- und
Fallschirmgleiter sowie ein schönes Hochplateau (Col de Royer, 1180 m)
auf dem sich gut wandern lässt.
Achtung Hunde bitte anleinen, das nicht
eingezäunte Gebiet wird von Schäfern genutzt.
Weitere ca. 3 km weiter kann man dem Weg nach links folgen und erreicht nach
ca. 1.5 km ein Wasserreservoir. Rechts geradeaus geht es hinunter in das Tal
der Drôme. Unterwegs sollte man noch einen kleinen Abstecher zu Fuß zu dem
alten Dörfchen unternehmen, das pittoresk auf einen Hügelkamm errichtet
wurde. Bei Montmaur-en-Diois ist wieder die D 93 Richtung Die erreicht.
Die reine Fahrtzeit für diese Rundreise beträgt etwa 2 Stunden, mit allen
Unternehmungen reicht die gesamte
Tour für einen ganzen Tag oder ausgedehnten Nachmittag.
[Wer aus dem Drômetal kommt, folgt der Ausschilderung D 156 Bouvières / Col de la Chaudière.]
Bevor man vollkommen in die 'Zivilisation' zurückkehrt, sollte man sich bei genügend Zeit den Weg in dieses Sackgassental erlauben. Ca. 500 m von der D 93 entfernt zweigt von der D 156 die schmale D 776 ab (in einigen Karten fälschlich D 576); ausgeschildert ist sie nach Chastel-Arnauld. Schon bald durchfährt man auf eine Länge von ca. 3 km die Schluchten von St. Moirans, die nicht nur schön anzuschauen sind, sondern auch Kletterer anlocken. Ausgesetzte Platten, Nadeln und auch ein Felsen"fenster" sind zu finden. Darunter rauscht - im Sommer plätschert - ein kühlender Bach. Schließlich wird das kleine, aber ansehnliche Dorf Chastel-Arnauld erreicht, 1.3 km weiter ist für alle Motorisierten Schluss. Wer in St. Moirans allerdings ein Dörfchen erwartet, wird enttäuscht sein: Es besteht nur aus einem Anwesen mit mehreren Gebäuden. Vor hier aus können sich Wanderer die weiterer Umgebung erschließen.
Zurück zur Hauptstrecke, zurück zur D 156 (Bouvières / Col de la
Chaudière - D 93 Saillans).
Hier hat man wieder einmal die Qual der Wahl, ob man
direkt auf dem schnellsten Wege über die Hauptstraße D 93 (Crest - Die - Gap)
zurück oder einige interessante Alternativen
(dort aus Richtung Die beschrieben) nutzen möchte, wie z.B. einen Abstecher in
ein weiteres Sackgassental direkt ggü. liegend bei Saillans beginnend und nach Véronne
führend.
Diese Straßenskizze stammte von der nicht mehr aktiven Seite www.vallee-drome.com/die/anglais/die.htm.
(Damals offizielle Seite der Tourismusbehörde, Grafik auf neuer
Internetpräsenz nicht auffindbar.)
Der 998 m hohe Justin - Großantenne und Kreuz sind vom Tal aus deutlich zu
sehen - lässt sich in ca. 2 Stunden ab Die über den 4 km langen Weg der
"40 Serpentinen" gut erwandern. Es eröffnet sich ein herrlicher Blick
über das Tal der Drôme mit Die und der Glandasse.
Die Schotterpiste ist auch für Pkws (ca. 30 min) bis knapp unterhalb des
Gipfels geöffnet und beginnt einige Hundert Meter südlich der Feuerwehrstation
(ausgeschildert).
Weniger ein Pass, mehr ein Pässchen über eine sehr enge Straße, die mitten
in Die unterhalb des Marceltore beginnt, über die D 742 in das Tal Combe
de Romeyer
und von dort in einer - nicht mit "Garagen"autos machbaren - Rundtour zurück.
Wer sich ohne Wegweiser orientieren kann, findet eine Möglichkeit seinen
Wagen ein wenig off-road zu testen und kann über einen teilweise
pistenähnlichen, aber machbaren Weg und den sog. "Pass" Col de Bergu (770 m) nach Chamaloc zur D 518 (Richtung
Col de
Rousset und Die) "durchkämpfen". Anschließend ist bei deutschen (!) Autos
allerdings Waschtag angesagt.
Folgt man jedoch dem Tal, das von der Meyrosse durchflossen wird, noch mehrere km bis zum Ende hinter Les
Planeaux und Les Granges,
könnte man der ab dort gesperrten Straße, die zuerst in eine steile Forstpiste
dann in einen Wanderweg
(nicht mit Stöckelschuhen machbar!) übergeht, bis auf das Plateau der
Glandasse und weiter zum Col de Rousset oder nach Vallon
de Combeau folgen.
Ca. 1.5 km südlich von Die zweigt eine kleine Straße durch die Passage "Pas de la Roche" - eine schmale Durchfahrt zwischen zwei Felszügen, in das dieses romantische Sackgassental ab. Die ehemalige Abtei Abbaye de Valcroissant, bietet Führungen und private Übernachtungsmöglichkeiten an. Hinter der Schmalstelle zum Taleingang ein schönes kleines Sportklettergebiet (Topos gibt es in den Buchhandlungen von Die). Es besteht u.a. die Möglichkeit eine 3-4 km lange, relativ einfache (Mountainbike-) Wanderung über den knapp 900 m hohen Col de l'Abayye nach Laval-d'Aix zu unternehmen.
Etwa 6 km südlich von Die zweigt von der D 93 die D 514 zu dem etwa 200 m
über dem Tal gelegenen Bergdorf ab. (Es besteht schon zuvor die Möglichkeit
über Molières-Glandasse, wenige Meter vor der Eisenbahnschranke, abzubiegen.) Dieses ist nach 2.9 km erreicht, unterwegs
sieht man südlich die Ruinen einer Burg. Das
"Unterdorf" wie das "Oberdorf" bestehen aus recht schönen
alten Häusern. Gerahmt werden beide von den schroffen Felsabstürzen der
Glandasse. Es besteht u.a. die Möglichkeit in einer relativ einfachen Wanderung
vom Ende der asphaltierten Straße über einen zunächst breiten Schotterweg und
den knapp 300 m höher gelegenen Col de l'Abbaye eine 3-4 km lange
(Mountainbike-) Wanderung in das Valcroissant zu unternehmen.
Wer mit dem Pkw unterwegs ist, kann von dem Dorf aus weiter - durch viele Weinberge und
mit äußerst schönen Aussichen in das Drômetal - in 3.9 km bei St.-Romans die D
539 erreichen, die eine Verbindung zur D 93 und zurück nach Die bietet. Zuvor
sollte man aber auch diesem Dorf einen kleinen Spaziergang widmen. Die teils
schön renovierten und herausgeputzten Häuser im typischen Baustil des Diois
haben es verdient. Siehe auch als mögliche Anschlussfahrt Aix-en-Diois
und viele andere Tages- und Halbtagestouren über die Pässe
nach Osten und nach
Süden.
Von Die fährt man auf der D 93 ca. 5 km nach Süden, dann Richtung Châtillon-en-Diois auf der D 539. Ungefährt am KM 0.8 ist eine 1.3 km lange Sackgasse als "Aix vieux village" ausgeschildert, die zu dem selten besuchten Dörfchen führt. Von Aix-en-Diois hat man über einen Feldweg auch die Möglichkeit eine alte Burgruine auf einem prominenten Hügel von außen zu besichtigen. Sie befindet sich in Privatbesitz und wird leider dem Verfall preisgegeben.
Ein schöner Ausflug führt von Die aus über die D 93 an den "Le Claps"
("das Chaos", wo man schön an bis zu 20 m hohen Felsbruchstücken
klettern kann [Topos gibt es in den Buchhandlungen von Die]). Zudem locken ein
kleiner Wasserfall und ein kleiner
See. Besonders Familien mit Kleinkindern können hier einen ganzen Tag
verbringen.
Berühmte Entstehung des Steinrutsches: Ein Kloster vor mehreren hundert Jahren. Mönche, die Mönchinnen zu einem Wein und mehr mönchten. Folge: Urteil
von oben in Form eines Felsschlages. Sehenswertes Naturdenkmal, vom Kloster ist
aber nix mehr über.
Von hier hat man mehrere Möglichkeiten, die Pässe
im Süden als Rundtour zu erschließen.
Diese Straßenskizze stammte von der nicht mehr aktiven Seite www.vallee-drome.com/die/anglais/die.htm.
(Damals offizielle Seite der Tourismusbehörde, Grafik auf neuer
Internetpräsenz nicht auffindbar.)
Von Die führt die Schnellstraße D 93 nach Westen Richtung Crest und Valence. Sie ist - insbesondere im Winter (maximal 550 m Höhe) - die sicherste Verbindungsmöglichkeit in das und aus dem Rhônetal sowie zur dortigen Autoroute. Zur Weiterfahrt Richtung Deutschland verweisen wir auf die Anfahrtsskizzierung.
Bericht von: L. und J. Martin, ehemaliger Pastor mit Ehefrau (Pontaix)
Übersetzung: Nadine Martin (Bonn)
Ihre Nordwand, älter als der Rest des Bauwerks, ist ein Überrest einer Burgkapelle. Unter dem aus dem 14. Jh. stammenden Verputz dieser Wand wurden erst Ende den 20. Jhs. drei übereinander liegende Schichten entdeckt, die im Laufe der Jahrhunderte entstanden:
Man geht davon aus, dass der Kirchturm zu dieser Zeit errichtet wurde.
Dort können die beiden Zifferblätter einer Uhr mit einem einzigen
Uhrzeiger und deren prächtiger Mechanismus bewundert werden, der nur darauf
wartet, wieder instand gesetzt zu werden.
Während der Religionskriege spielte die Burggarnison von Pontaix eine
bedeutende Rolle, indem sie sowohl in Guyenne als auch in der Region von Die
und Dauphin, bei der Belagerung in Livron, Montélimar, Gap und Grenoble –
oft von Freiwilligen unterstützt – kämpfte.
Zur Zeit des Ediktes von Nantes zählte die Pfarrgemeinde von Pontaix ca.
600 Gläubige und drei Nebengemeinden: Aurel, Barsac und Vercheny. Als der
Bau der Kirche nach 1614 durchgesetzt wurde, blieb die protestantische
Gemeinschaft sehr bedeutend bis zur Revokation (Widerruf des Ediktes von
Nantes, 1685), dann hartnäckig und aktiv im Untergrund, trotz der Flucht
mehrerer Familien. Es fanden sogar zwei provinzielle Synoden der
reformierten Kirche in Pontaix im Jahre 1791 und 1793 statt.
Nach Abriss der neuen protestantischen Kirche wurde die bewegliche Kanzel
versteckt und nur bei einigen großen Versammlungen („assemblées du
Désert“ genannt) wieder hervorgeholt. 1803 wurde sie in der ehemaligen
protestantischen Kirche auf den Altar aus Steinen gestellt und durch einen
dicken Nagel (der noch zu sehen ist) bis ca. 1960 befestigt. Aus dieser Zeit
stammt auch die Tribüne.
Noch heutzutage, nach einer so wandlungsvollen Geschichte, findet man
Nachkommen der Hugenottenfamilien aus Pontaix wieder:
Verein „Temple de Pontaix"
Arbeiten von Juli – September 1997: Restaurierung der Fresken an der
Nordwand
1) Ursprünglich: Burgkapelle aus dem 13. Jh., Sankt Martin gewidmet, aus
der nur diese Wand die Zeit überdauert hat.
2) Auf dieser Wand: Entdeckung drei übereinanderliegender Schichten unter
dem Verputz aus dem 14. Jh., der nur das Totenband („litre funéraire“)
erscheinen ließ:
13. Jh.:
aus dem das M (ein geschwungenes M) der Widmung und mehrere bedeutende Verzierungen erhalten wurden.
14. Jh.:
nachgeahmte rosa-, ocker- und cremefarbene Steine. Das Innerste des Spitzbogens: Christus am Kreuz zwischen Maria und Maria-Magdalena. Auf dem gebrochenen Bogen: Reihe von Medaillons mit Engeln.
16. Jh.:
Totenband der Gutsherren auf der Grundlage nachgeahmter weißlicher Steine.
3) Auf der Westwand: Freilegung eines falschen Fensters (wahrscheinlich im 17. Jh. zugemauert) mit dem Jahresdatum 1562 versehen, zur Erinnerung an den Besuch des Reformators Guillaume Farel.
Bei der Ausfahrt aus Pontaix unterfährt man eine schöne alte Eisenbahntalbrücke. Von Pontaix aus hat man vielfältige Möglichkeiten, in Anschlusstouren Pässe nach Nordwesten oder im Westen in einer Rundtour zu erschließen.
Vor der Eisenbahnbrücke in Pontaix zweigt nach links die D 157 ab. Schon
bald hat man die Möglichkeit, auf der abzweigenden D 739 (Sackgasse) einen
Abstecher zu der kleinen, verstreuten Häuseransammlung Barsac, die sich
immerhin Dorf nennen darf, zu unternehmen. Einige Kilometer weiter führt eine
weitere Sackgasse der D 357 zum Dorf Aurel. In beiden hat man
Möglichkeiten zu kostenlosen Clairette- und Weinproben (Dégustation) bei
unabhängigen Privatbauern - die man unbedingt unterstützen sollte. Es wird,
insbesondere bei den "ganz kleinen" Privaten, erwartet (erhofft), dass
danach mindestens drei bis sechs Flaschen - je nach Umfang der Dégustation -
abgenommen werden.
Schließlich landet man bei La Plaine / Vercheny-le-Bas wieder auf der D 93.
(Würde man die Brücke nicht überqueren, sondern sich links halten, gelänge
man auf der D 135 nach St.-Benoît-en-Diois
und weiter über Rimon-et-Savel auf eine gute
Piste über ein einsames Hochplateau mit anschließender Serpentinenfahrt durch
den Bergwald bis nach Die.) Ferner gibt es vielfältige Möglichkeiten, in
Anschlusstouren Pässe im Westen
in einer Rundtour zu erschließen.
Hat man die Parallelstrecke
über die D 157 genommen, so muss man nun einige Hundert Meter Richtung Die
zurückfahren, um diesen Abstecher noch mitzunehmen. Wer direkt von Pontaix auf
der D 93 durchgefahren ist, muss die folgende Beschreibung von hinten nach vorne
lesen. In jedem Falle gilt für Vercheny-le-Bas / La Plaine:
Langsam fahren! Hier ist oft Radar versteckt!
Von der D 93 zweigt nach Norden die D 565 Richtung
Vercheny-le-Haut (auch Vercheny-le-Temple genannt) ab. Über einige scharfe Serpentinen ist der Ort nach ca. 2.5
km erreicht. Normalerweise würde man nun die gleiche Straße zurück nehmen
(müssen). Mit Hilfe dieser Homepage ist man aber nun im Vorteil: Man biegt am
Dorfplatz 90° nach rechts ab und hält sich nun auf dem Hauptweg, der
überwiegend durch Weinberge oberhalb des Drômetales führt. Die Piste eignet
sich auch gut für (Mountainbike-)Wanderungen. Der nicht
besonders gute Asphaltweg geht bald in eine knapp 4 km lange Schotterpiste
über, die fast bessere Fahrkonditionen bietet. Nach ca. 2 km bietet sich
rückwärts immer wieder ein beeindruckender Blick auf die Trois
Becs. Kurz vor
Ende der Piste wird eine Eisenbahnbrücke (Strecke Briançon - Gap - Die - Valence) überquert. Hier
haben die Nazis 194? französische Widerstandskämpfer erschossen. Eine grüne
Erinnerungstafel direkt an der Einmündung auf die D 93 weist darauf hin.
Wer die Strecke in Gegenrichtung fährt, sollte sich an dieser Tafel
orientieren, denn Vercheny-le-Haut ist hier nicht ausgeschildert, sondern erst
die oben erwähnte Hauptstrecke! Hilfe: Etwa schräg ggü. befindet sich ein
fabrikähnliches Gebäude, das der Kräuterherstellung dient; ca. 2.1 km von der
Eisenbahnbrücke bei Pontaix entfernt.
Im weiteren Verlauf der D 93 sieht man auf der südlichen Seite des Drômetals auf einem Hügel das Dorf Espenel (http://perso.wanadoo.fr/jacky.marche/espenel/, gute Informationen auf Französisch), das durchaus einen Besuch wert ist. In Saillans könnte man ein prähistorisches Museum und eine Kirche aus dem 12. Jh. besuchen. In Anschlusstouren könnten Pässe nach Nordwesten oder im Westen in einer Rundtour befahren werden.
In Saillans, aber auch schon vorher, wird nach Véronne ausgeschildert. Die
zuständige D 580 führt in das Sackgassental, wobei die asphaltierte Straße
manchmal so eng ist, dass Pkws sich passieren lassen müssen. Des Öfteren
bieten sich Einblicke in das von der Le Riousset tief eingegrabene Tal, im
oberen Verlauf geht sie in den gemächlichen Bach mit Namen L'Aiguebelle und
einem flacheren Talgrund über. Vom Tourismus weitgehend unbeachtet bietet es
jedoch für Moutainbiker und Wandervögel schöne Touren mit Anschlüssen nach Nordwesten und -osten. Es gibt
allerdings nach heutigem Stand (1/2010) keine offiziellen Verpflegungs- und
Übernachtungsmöglichkeiten. Kurz vor Véronne ist ein Wanderweg zu der 1½ h
entfernten Chapelle Saint Cristophe aus dem 17. Jh. ausgeschildert. Jeden
letzten Sonntag im Juli findet hier ein kleines Treffen von Oldtimerfahrzeugen
statt, die ihre Anfahrt über dann geöffnet Waldwege oder durch das westliche
Paralleltal über die D 617 oder D 577 nach Montclar-sur-Gervanne und dann
ebenfalls über einen frei gegebenen Waldweg finden. Zudem wird eine Feldmesse
gehalten, bei der Autos gesegnet werden und es gibt einige Kleinigkeiten für
den Magen.
6.7 km nach dem Ortsausgang von Saillans wird das
Ortseingangsschild von Véronne (415 m ü.N.N.) erreicht, 80 m weiter das Ortsausgangsschild.
Knapp 1.5 km weiter weist ein Schild auf das 6 km entfernte Eygluy-Escoulin
mit Anschluss an die Strecke Col de la Croix (Ausflüge
vom Vallée-de-Quint) - Beaufort-sur-Gervanne
hin. Allerdings ist für motorisierte Fahrzeuge nach 2.3 km Schluss, hier endet
auch die asphaltierte Strecke. Die letzten 3.7 km Piste sind Autorisierten
vorbehalten, respektive nicht motorisierten. Sie führt zunächst über den Col
de Fonteuse auf die D 590A und D 590.
Fast genau an dem 6 km - Schild führt nach rechts (Osten) eine 500 m lange
Stichstrraße zu einer kleinen Kirche aus dem 8. Jh., die allerdings i.d.R.
abgeschlossen ist. Auch hier ist für Motorisierte der Weg zu Ende, nicht aber
für andere: Es gibt eine Verbindung Richtung Vallée-de-Quint, Pontaix
ist sogar nach nur knapp 3 km erreicht.
Knapp 8 km östlich von Crest, 2.5 km vor diesem schönen alten Dorf,
befindet sich ein Abzweig. Die "alte" D 93, bisher die breite
Schnellstraße, führt in das Dorf hinein, die geradeaus führende
Umgehungsstraße trägt nun bis Crest die Nummer D 164.
Wer genügend Zeit hat, sollte diesen Umweg nutzen, es lohnt sich. Die Bewohner
des Dorfes Mirabel hatten und haben die Auflage, die Häuser im alten Stil zu
renovieren bzw. zu erhalten. In den 1980/90iger Jahren übernahmen dies überwiegend
Niederländer und Deutsche und das ist ihnen schon recht gut gelungen. Zudem gibt es hier eine kleine Fabrik, in der Murmeln hergestellt werden.
In Blacons befindet sich ein empfehlenswerter
Campingplatz: gervanne@aol.com, www.gervanne-camping,com/d.html.
Es ergeben sich mehrere
Möglichkeiten, in Anschlusstouren v.a. die Pässe nach
Nordwesten
in einer Rundtour zu erschließen.
Achtet auf die Schilder "Reserve de chasse" (Jagdgebiet), denn es wird auf ALLES geschossen, was sich bewegt oder Geräusche verursacht! Größte Vorsicht ist geboten!!
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Fasten seatbelt ... und dann niks wie weg!