© "Nik"Klaus Polak, Bonn, Germany
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Erstellt: September 2006 Verzeichnis aller Reiseberichte
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| Empfehlen kann ich das Reise
Know-How-Handbuch von Köthe/Schetar "Slowenien". Dieser
Reisebericht versteht sich als aktuelle Ergänzung. Besucht wurde ausschließlich Ljubljana
(Laibach).
Ein Klick auf die Buchcover führt direkt zu dem Verlagsangebot. Die Reisehandbücher und Kauderwelschbände des Reise Know-How Verlags sind für Individualtouristen schon fast eine Legende. 2001 wurde das "world mapping project", eine Serie von über 200 Landkarten, die die ganze Welt abdecken wird, in Angriff genommen. Ich kann sie uneingeschränkt empfehlen. |
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Bei Adressen habe ich mich überwiegend auf den offiziellen Stadtplan, in
wenigen Fällen alternativ auf die Schreibweise der Visitenkarten verlassen.
Über eine fleißige Mithilfe (Korrekturen, Änderungen, Beurteilungen,
Preisniveau, Eckdaten wie Adresse, Öffnungszeiten etc.) der Restaurants, Bars,
Discos und Unterkünfte etc. würde ich mich freuen:
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Waren bis 2003 Gäste noch eine derartige Mangelware, dass Einheimische gerne Kontakte suchten um über die Stadt und das "neue Land" zu informieren, sowie Informationen über den "Rest der Welt" zu erhalten, so setzte ab 2004 eine regelrechter Explosion der Besucherzahlen ein. Peter (bitte melde dich!), seines Zeichens Architekturstudent und einer meiner begeisterten freiwilligen Stadtführer, beschrieb mir das so: "Stell dir mal vor. Früher konnte man noch nach den einzelnen Urlaubern suchen, um sie zu einer kleinen Stadtführung mitzunehmen. Aber mach das mal heute mit einem Pulk von 40 italienischen Pauschaltouristen im Schlepptau." Nicht nur diese Entwicklung hat zu relativ hohen Übernachtungspreisen geführt, die nur wenig unter dem deutschen Niveau liegen. Allein im Restaurant- und Barbereich kann man noch Geld "sparen", so man sich nicht zu übermäßigem Konsum verführen lässt oder in hochpreisigen Gaststätten schlemmt.
Sich in dem Kern der Altstadt zurecht zu finden ist nicht ganz einfach, obwohl ich mich
normalerweise sehr gut orientieren kann. Aber die Straßen stoßen in
aberwitzigen Winkeln aufeinander, kurven unkalkulierbar durch die Gegend, viele
sind eng und schmal, alles ist dicht bebaut, so dass man
selten Ausblick auf höhere Orientierungspunkte hat. Dafür findet man immer wieder
wunderschöne Gassen und Gässchen, mit überwiegend barocken Gebäuden, einige
präsentieren sich im Jugendstil - viele haben sogar das schwere Erdbeben von 1895 überdauert -, etliche davon wurden sehr schön renoviert.
Leider ist nur bei einigen wenigen die mittelalterliche Anlage mit dem zur
Straße gewandten Giebel erhalten geblieben. Ein
wirklich pittoreskes Kleinod für Touristen, das nur hin und wieder von
den Baukomplexen der sozialistischen Ära gestört wird.
Peter machte mich darauf
aufmerksam, das die Übersetzung für die Drei Brücken (Tromostovje) im Stadtzentrum wohl
eher mit "Dreibrückung" auszudeuten wäre; darauf verlasse ich
mich im folgenden. In Sichtweite dieser bekanntesten Überführung der
Ljubljanica (im Volksmund "Fluss der 7 Namen") befindet eine Holzbrücke. Einst ein Behelf für die Bauarbeiter der
Dreibrückung sollte sie eigentlich verschrottet werden. Einige
junge innovative Architekturstudenten wandten sich daraufhin an den Bürgermeister und
stellten innerhalb von zwei Tagen ein Konzept zur Erhaltung vor. Dies wurde
unbürokratisch abgesegnet und das Provisorium hat bis heute Bestand.
Sehenswert ist der Markt, besonders am Samstag, rund um die St. Nicolaj
Kirche. Nicht übersehen sollte man dabei den unter den Kolonnaden versteckten
Fischmarkt und einen Sonderbereich im Gebäude ggü. den Kolonnaden. Samstags
findet zudem ein Kunstflohmarkt zwischen der Dreibrückung und der
Schusterbrücke (Čevljarski
most) statt.
Schwierigkeiten kann es allein schon geben einen Supermarkt zu finden,
falls man eine falsche Suchvorstellung hatte. Erstens befinden
sie sich in der Altstadt fast alle hinter historischen Fassaden versteckt, zweitens tragen sie
selten
auffällige Außenwerbung und drittens bin zumindest ich einem fatalen Irrtum unterlegen.
In Deutschland haben wir doch die Spielhallenkette Mercator oder so ähnlich. Nun, so heißt hier
auch die Supermarktkette (i.d.R. Mo-Fr bis 20 h, Sa bis 15 h geöffnet). Also
achtete ich zunächst gar nicht weiter darauf und irrte etliche Zeit kopfschüttelnd ob der hiesigen Spielsucht umher, mich fragend wo denn
nun die Verpflegung ausgegeben wird.
Einen gut sortierten Spar-Supermarkt gibt
es auf der südlichen Flussseite in der Galeria, zwischen der Drachenbrücke (Zmaijski
most - früher die hölzerne "Fleischerbrücke") und der Brücke Šempetrski
most. Wer länger bleibt und spezielle Dinge benötigt, kann sein Glück einmal
in der komplexen Megamall BTC (Buslinien 2, 27 - 1.25 €)
versuchen. Der Market Tabor, zwischen Celica Hostel und Hotel Park hat auch So
geöffnet (7/7 7.30-21.30).
Kotnikova 12 Ecke Slomskokova ulica. Achtung: viele Geschäfte haben Sonntags,
v.a. in den Randbezirken, geschlossen.
Eine starke Hemmschwelle ist die slowenische Sprache. Vielfach werden Angebote nicht ins Englische übersetzt und selbst intuitives raten ist nicht möglich. Hier hilft nur ein Kauderwelsch (siehe oben).
Beschränkte sich bisher der Touristenbereich zwischen der
Drachenbrücke (Zmaijski most), der Dreibrückung (Tromostevje) und der Brücke Šentjakobski
most an beiden Seiten der Ljubljanica und ihren ersten
Parallelstraßen, so findet nun eine Ausweitung nach Osten statt und die
Entwicklung ist vorhersagbar. Südlich der Brücke Šentjakobski
most (Brücke zwischen den Straßen Zoisov cesta und Karlovška cesta) liegen auf
der westlichen Seite die Ljubljanica-Terrassen, ein beliebter Treffpunkt
der Familien für einen Wochenendausflug mit Grill und zum Sonnenbaden.
Der Zugang zur Drachenburg ist frei, dafür langt man aber bei der
Besteigung des Turms mit Studenten / Kinder 490, Erwachsene 980,
übermäßig zu. Nun, bei klarem Wetter ist dafür der Ausblick grandios.
Bootstouren sind für auf der Ljubljanica für 1500 LIT möglich. Anfang April - Ende Oktober, Start u.a. Ribji trg Pier.
Schnelle und zuverlässige Internetanschluss gibt es nicht viele, eine
der wenigen Ausnahmen ist das Cybercafé Xplorer. Hier kann man sich auch per
USB-Stick und mit dem eigenen Laptop einklinken. Neben Čarli J. in der
Petkovškova nabis 23.
Das Touristencenter ist unter www.ljubljana-tourism.si
zu erreichen.
Direkt am östlichen Ende der Fußgängerzone, ggü. dem Trubar, befindet sich eine Anlaufstelle für American Express. Trubarjeva cesta 50
Legende
Der griechische Held Jason raubt dem König von Kolchis das Goldene Vlies. Mit
seinen Gefährten floh er auf dem Schiff Argo und geriet dabei statt nach Süden
in die Ägäis irrtümlicherweise in die Mündung der Donau. Ihr Weg führte sie
weiter auf der Save bis zur Ljubljanica. Schließlich erreichten sie die Quelle
bei Vrhnika und fanden einen großen See, daneben ein Moor vor, wo ein Ungeheuer
lebte. Jason kämpfte es nieder und tötete es. Es soll der Drache von
Ljubljanica gewesen sein, der heute das Stadtwappen ziert.
In den Tourismuszentralen (und einigen Unterkünften und Bars bei meist
höheren Tarifen) können zweistündlich oder für einen (ca. 4.50 €) bis
mehrere Tage Fahrräder geliehen werden. Mountainbikes sind erheblich
teurer und werden ab 15 € pro Tag gehandelt. Der einzige Anbieter hatte zur
Recherchezeit geschlossen. Erwähnenswert ist eine Aktivität außerhalb in den
Peca-Bergen in der Koroška Region. Hier kann
man mit dem Mountainbike von einem Tal zum anderen fahren: 5 km durch den
Tunnel der römischen Črna
Mine bei 15 m Höhenunterschied, 500 m unter der Erdoberfläche! Eine
gute Helmlampe ist gut gegen einen Blindflug, vor allem wegen Schlaglöchern und
ss. Die Legende besagt übrigens, dass hier tief in der Grotten des Berginneren
der König Matjaž
schläft, den Kopf auf einen Steintisch gelegt. Schon so lange schläft er dort,
dass sein langer Bart spiralig den Tisch zugewachsen hat. Mit Glück wird man
das Hämmern der Seelen verlorener Bergarbeiter hören, noch seltener
Grottenolme zu Gesicht bekommen.
Sportkletterer kommen u.a. an der östlichen Befestigungsmauer der
Drachenburg unterhalb der Sonnenuhr zu einigen luftigen dynamischen Zügen und
foothooks. Dort oder in den einschlägigen Sportgeschäften findet man Kontakte
zur Szene, die auch Alpinkletterer und -wanderer, Wasserfallklettern, Kanufahrer
u.v.m. umfasst.
Wunderbar joggen kann man im Tivoli-Park. Hier finden sich auch nur
wenige Hundert Meter vom Zentrum entfernt versteckte Liegewiesen mit ungemähtem
Gras, wo man sicher herrlich entspannen kann.,
Eine sehr gute Reisezeit ist der (Spät)Sommer, zumal dann auch das
traditionelle Ljubljana Festival stattfindet. (Allerdings litt die Stadt
wie in Deutschland 2005+6 im August einen außerplanmäßigen Kälteeinbruch.) In diesem Rahmen findet
Ende August in der Emonska ulica das kleine Mednarodni Ulični (Straßen)Festival
statt. Neben Theater, Artistik, Clownerien, Musik und Tanz für Erwachsene und
Kinder haben mir besonders die interaktiven Spiele mit z.T. abenteuerlich und
phantasievoll recycelten Objekten gefallen (Organisator ist eine katalanische
Gesellschaft: www.guixotde8.com)
Zum Monatswechsel August / September findet im Zentrum das Altstadtfest statt, bei dem in der
Fußgängerzone vielfältige Musikveranstaltungen angeboten werden.
Gegen Ende August 2006 wurde erstmalig im Tivoli eine Tecno-Party mit verschiedenen
weitbekannten DJs veranstaltet. Immerhin hielt es die Bürgermeisterin einige
Minuten lang aus. Nicht nur die ältere Generation fand die Lautstärke
unerträglich, auch viele Jugendliche strömten nach einem kurzen Besuch auf
einen Abstand von mind. 500 m zurück oder verließen gleich das Gelände.
Trotzdem soll daraus eine jährliche Veranstaltung im Rahmen des Sommerfestival
Ljubljana werden. www.ljubljanafestival.si
Den momentan günstigsten Flug bietet Czech Airline über Prag für ± 300 €. Ab Flughafen verkehrt stündlich zu vollen Stunde ein Bus für 890 SIT (1 € ~ 240 SIT, ab 1.1.07 wird der € offiziell eingeführt) bis zum Bus-/Bahnhof in ca. 50 min. Am Flughafen gibt es noch keine ATM, allerdings kann man Cash an einem Automaten tauschen. Für ein Taxi zahlt man regulär um 25 €, gerne wird aber ein höherer Festpreis verlangt. Achtung: es gibt unterschiedliche Taxigesellschaften mit unterschiedlichen Tarifen. Die günstigste - auch bei Stadtfahrten - ist Metro, mit ihr kostet es 16-20 €.
Achtung: die meisten Bars schließen um 1 Uhr, Restaurants noch früher!
Im Wesentlichen von Ost nach West.
Die rasant gestiegene Besucherzahl seit 2004 hat zu einem hinterher hinkenden Angebot an Unterkünften geführt. Da die Slowenen recht rasch die neue, lukrativere kapitalistische Ordnung adaptiert haben, sind auch die Preise entsprechend. Reservierungen sind bei allen sehr zu empfehlen!! Ein eigenes Zimmer unter 20 € p.P. braucht man gar nicht erst zu suchen!
Waren meine Informationen hilfreich? Die Berichte, Scherze und
Anekdoten gefällig? Dann freue ich mich über eine Weiterempfehlung meiner Seiten und
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Polak, Bonn, Germany,
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möchte ich bitten.
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Bei Zuschriften bitte folgende Wünsche befolgen:
Ich danke für das Verständnis und die Rücksichtnahme.
Niks Reiseberichte
Fasten seatbelt ... und dann niks wie weg!
© "Nik"Klaus Polak, Bonn, Germany