© "Nik"Klaus Polak, Bonn, Germany
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Erstellt: Mai 2005
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Die Fahrt von Roxas nach Puerto Princesa (135 km) führt zunächst mehr im Inselinneren, in deren Ebene sich
hauptsächlich Kokosnuss- und Bananenplantagen, vereinzelte Tamarinden- und
Cashewbäume (Anacardium occidentale), unterbrochen von Reisfeldern ein Stelldichein geben, dann ab dem KM 90
dichter an der Südostküste entlang. Auf dem Trans-Palawan-Highway teilt man
sich die Straße mit Militärfahrzeugen, Lastern, Bussen, Jeepneys, Jeeps, Tricyclen, Mopedfahrern,
Radfahrern, Ochsenschlitten und Fußgängern. Und genau dies ist auch die
Hackordnung. Straßenschilder und Ampeln sind eigentlich überflüssig, es gilt
das Gesetz des Mächtigeren.
Am KM 108 weist ein Schild Richtung Meer mit der Aufschrift "this way to
eco tourism". Vielleicht kann ja mal einer mitteilen, was sich dahinter
verbirgt. Unklar ist auch bis heute die Aufschrift an vielen Brücken in dieser
Gegend: "Beat the odds". Weiß jemand, was das das soll - eine
politische Aussage?
Ein Unikum gibt es um den KM 90 zu bestaunen. Seit ewigen Zeiten schon führte der Verkehrsweg durch
Land, das einer reichen Familie in PPC gehört, die sogar in der Politik etwas
zu sagen hat. Als jedoch Ausländer anfingen die Straße auszubauen witterte man
ein lukratives Zusatzgeschäft und weigerte sich das Land unter dem geforderten
Preis zu verkaufen. Da beide Seiten sich nicht einigen konnten hat man
kurzerhand diesen Abschnitt zunächst "naturbelassen" und die gesellschaftlich
hochgestellte Familie ohne gesamtgesellschaftlichem Blickwinkel guckte in die
Röhre. Immerhin wurde inzwischen die Straße durchgehend betoniert, die Brücke
bleibt aus unerklärlichen Gründen aber nur
einspurig passierbar.
Ab dem KM 86 wendet sich die Straße endgültig der Küste zu, die alternierend mit Sandstrand und
Mangrovengürteln durchsetzt ist, 5 Kilometer weiter wird die Grenze
zwischen dem Distrikt Roxas zur flächenmäßig zweitgrößten Stadt der
Philippinen und Hauptstadt von Palawan passiert. Die Grenze markiert der breite Langogan Fluss,
sicherlich eignet er sich auch gut für eine Kajaktour. Unterdessen
sind Berge bis an die
felsige Küste vorgerückt, unterbrochen von vereinzelten kleinen Buchten. Die Straße,
gebaut mit Mitteln aus der EU, fräst sich in die mit schieferartigen Platten
durchsetzten Flanken. Bergrutsche stören den Straßenverlauf immer wieder, mit
der Instandsetzung lässt man sich meist Zeit, insgesamt bleibt die Strecke aber
in einem erstklassigen Zustand. Beim KM 70 beginnt eine schmale Küstenebene,
die Berge weichen nach und nach zurück, wir durchfahren hügelige
Landschaft.
Die Wälder im Hintergrund an der Bergkette wirken auf den ersten Blick wie grüner Dschungel,
sind aber auf dem zweiten Blick durchsetzt mit Baumleichen. Wie fast überall
ragen sie wie bleiche, drohende Finger hervor.
Nur in den Gipfelregionen scheint es noch recht gut auszusehen.
Ronnie Manga, der am KM 69 wohnt (einfach
irgend jemanden dort fragen), ist ein guter
einheimischer Guide (sowohl von Thierry aus Taytay als auch André aus Sabang, anderen Expats und
Eingeborenen empfohlen). Er kennt die
ganze Gegend wie seine Westentasche und ist vor allem gut für mehrtägige
Touren quer durch die Insel bis nach Sabang.
Hier ist auch das Barangay Conception und die Honda Bay erreicht, wo das die
weitläufige Puerto Beach Resort einige halboffene Cottages am Strand und
auch Übernachtungsmöglichkeiten anbietet. Es folgen bald das
Duchess Beach Resort
(KM 61.5, obwohl auf dem Schild KM 64 steht), das kleine San Rafael Resort (KM 60)
an einem kurzen Sandstrand und
einige weitere an steinigem Strand unter Palmen mit Tageshütten. Das Duchess in St. Rafael ist mit dem in PPC verbunden und
verlangt 20 für den Eintritt, 50 für ein offenes Tagescottage, 300 für ein
Cottage mit Gemeinschafts- und 400 mit privatem Bad.
Beim KM 58.5 wird Babuhayan passiert. Auf vielen Abschnitten des
Trans-Palawan-Highway trifft man immer
wieder auf geschwärzte Gesichter am Straßenrand, die mehr oder
weniger illegal Mangroven und Inlandbäume abholzen, in Meilern zu Holzkohle
verarbeiten und den reichen Durchreisenden für Grillabende anbieten.
Genau bei KM 43.4 befindet sich das Dorf Manalo mit einem breiten Fluss, der sich für
eine Kajakfahrt aus den Bergen heraus eignet. Immer wieder stoßen wir auf ganze
Schulklassen in ihren schicken Uniformen, die auf dem Heimweg sind. Es wird den
ganzen Tag sozusagen im Schichtdienst unterrichtet, morgens die kleinen, mittags
die älteren, nachmittags die Abschlussklassen. Kaum hat man uns entdeckt gibt
es ein wüstes Winken und Schreien und man freut sich über jedes
Zurückgrüßen. Zwar gibt es eine vierjährige Schulpflicht, weiterführende
Klassen werden aber selbst in der
Hauptstadt nicht immer besucht, meistens fehlt es am Schulgeld.
Beim KM 37.5 zweigt nach rechts die Sackgasse
Richtung Sabang ab, von hier sind es noch 50 min bis
Puerto Princesa, aber gute zwei Stunden bis zur Nordwestküste obwohl mit ~ 43 km
fast genauso weit. Wer dort hin möchte kann an den Kreuzung auf einen Jeepney
aus PPC (unregelmäßig 8 -
14°°) warten, Geduld ist die erforderliche Tugend.
500 m nach dem KM 34 (hier gibt es das Viewdeck Salvacion mit Blick über
die Honda Bay) und Abzweig zum Tagbato Village stoppen häufig die Jeepneys und Busse,
damit Mitreisende
Nahrungsnachschub aufnehmen können. Es werden
Beerentang (in der Qualität auf dem Markt in PPC besser) für
10-20, gekochte Eier für 4, Muscheln und andere Snacks angeboten. Coca Cola und andere
Getränke werden in Plastikschläuche umgefüllt, mit einem Trinkhalm versehen,
so spart man sich das Pfandgeld. Diese Preise erfahre ich von meinem
Nachbarn, der mehrere Jahre auf deutschen Handelsschiffen unterwegs war und
nicht nur die halbe Welt sondern auch Hamburg und Bremen kennen gelernt hat. Die
"deutsch Freuleins" auf der Reeperbahn haben es ihm anscheinend besonders
angetan. Allerdings weiß er auch negatives zu berichten: die ganzen Jahre hätte es
immer nur Kartoffeln in allen Varianten gegeben und KEIN Reis! ![]()
Etwa beim KM 22.5 zweigt eine Straße nach Nagtabon
/ Talaudyon ab mit seinem schönen, idyllischen Sandstrand unter
Kokosnusspalmen.
Kleine Borneo-Teak-
131 (Tagalog epil) und Mahagoni- 144 Plantagen lassen sich oft links und rechts der Straße ausmachen, ansonsten herrscht der
übliche Anbau vor. Nach anderer Information handelt es sich um den schnell wachsende, ähnlich
aussehende mangiun tree, ein Weichholz, das in die Gruppe der Akazien gehört. Für Mountainbiker liegt
am KM 15.5 eine prima Übungsmöglichkeit, sogar mit einer Downhillstrecke von
140 auf 30 m ü.N.N., auf der auch landesweite Meisterschaften ausgetragen
werden. Die Strecke ist abschnittsweise recht anspruchsvoll, auch
Mopedanfänger, die mal ein wenig Offroad üben wollen werden geduldet, solange
sie keinen Mist bauen oder sonstwie auffällig werden.
Sta. Cruz wird passiert, einige letzte Hügel überwunden, dann
taucht beim KM 13.1 die Abzweigung zum Viet Village auf. Die
Bootflüchtlinge aus Süd - Viet
Nam wurden ab 1975 in einem Flüchtlingslager bei PPC untergebracht und haben
offensichtlich nicht nur die philippinische Küche bereichert. Als sie Mitte der
90iger gegen ihren Willen abgeschoben werden sollten hagelte es seitens der
Bevölkerung Proteste. Schließlich wurden ihnen Aufenthaltsgenehmigungen
erteilt und das neue Dorf errichtet. Es wird durch die
Vietnamesen selbst verwaltet, inzwischen (2007) wohnen aber nur noch einige
wenige Familien hier, die Unterkünfte sind dem Verfall preisgegeben.
Möglicherweise hat es doch noch viele nach den Reformen in Viet
Nam
zurückgezogen oder man hat sich anderweitig in den Philippinen arrangiert. Es
hatte sich durch Restaurants, Bäckereien, der
Nudelherstellung, Souvenirläden usw. wirtschaftlich unabhängig
gemacht
und erfreute sich großer Beliebtheit bei der philippinischen Bevölkerung. Vor allem das Viet Ville Restaurant
direkt am Eingang des Dorfes ist zu empfehlen. Gerichte aus biodynamischen Anbau,
ausgezeichnete Frühlingsrollen, typische Feuertöpfen, erstklassige
Hühnchen lassen die meist eintönige philippinische Küche schnell vergessen.
Am späteren Abend sollte aber das gewählte Verkehrsmittel gegen Aufpreis zum
Warten veranlasst werden, sonst muss man lange, u.U. vergeblich warten. 9-21 Uhr, 0921 536 8582
500 m weiter weisen
Schilder einen Weg zu heißen Quellen. Sicherlich sehenswert aber bei
kleinsten Wunden sollte man die Bakteriensuppe meiden.
Am KM 11.9 heißt es auf einem Schild
"Welcome to Honda Bay", folgt man dem Abzweig, so ist 1 km weiter Sta.
Lourdes erreicht, wo vom Pier zu festgelegten Preisen Boote in den kleinen
Archipel ablegen. Um den KM 11 werden einige Salzgärten bewirtschaftet. Spätestens jetzt heißt es runter vom Dach, der Fahrer - und nur
der (sic!) - hat den Sicherheitsgurt anzulegen - falls überhaupt vorhanden -, wer Moped fährt den Helm
aufzusetzen, die Polizei von Puerto Princesa ist da ganz wachen Auges.
Beim KM 5.5 gibt es noch einen Abzweig zu dem kleinen aber feinen Café
Arturo, das allerdings nur von 19 - 23 Uhr geöffnet hat. Auf Grund der
geringen Tischanzahl ist ein Reservierung überlegenswert. 0920 282 0011, cafe_arturo@yahoo.com
Schließlich ist bei KM
5.0 der ausgelagerte Terminal am Neuen Markt erreicht. Die Stadtvorderen hielten diese Umsiedlung für erforderlich, da die
einzige größere Zugangsstraße zum Stadtzentrum auch jetzt schon voll
ausgelastet ist und praktisch nur rush hour kennt. Dies hat zur Folge, das insbesondere der Tourist von den
Tricyclefahrern für die letzten Kilometer zur Unterkunft auch schon mal kräftig übervorteilt
wird. Kostet die Fahrt normalerweise 50 bei bis zu 6 Personen, so werden gerne
auch mal 100 je Langnase verlangt. Im Zentrum von Puerto Princesa ist an der Kreuzung zur Rizal Av.
der KM 0 des
Nat'l Highway erreicht.
Vorwahl im Festnetz: 048
Der Name (manchmal auch Puerto Princessa) wurde von den Spaniern gestiftet und bedeutet Prinzessin der Häfen,
da es sich um den größten, sichersten, natürlichen Hafen von ganz Palawan
handelt.
Die Provinz Palawan hat etwa eine ¾ Million Einwohner, allein 161 912 leben in der
Hauptstadt (Stand 2005). In der ganzen ersten Märzwoche feiert die Stadt Geburtstag
(2007 den 135.), was am Stichtag geschlossene Banken und Behörden bedeutet.
Die Stadt dürfte wohl das größte Refugium von riesigen "Regenbäumen"
sein. Und wenn die Leute vor Ort tausendmal behaupten, dass es sich um eine
Tamarindenart (zu den Akazien gehörend, die ähnlich schirmartig aussieht) handelt, es ist: Samanea saman, Rain Tree, eigentlich
im trop. Amerika beheimatet, aber von dem Kolonialstaat Spanien schon sehr früh
eingeführt.
Hidalgo Solon Hagedorn, dessen Vorfahren deutschstämmig sind, ist zur Zeit der
geachtete, mehrfach wieder gewählte Bürgermeister, wenn auch die letzte Wiedereinsetzung
2005 nach
Abwahl seines Vorgängers ein wenig irritiert und für unsere Verhältnisse
dubios erscheint. Aber Hidalgo hat so einiges auf dem Kasten. Selbst in früheren Jahren kräftig mitmischend, ist
er weitgehend vom Saulus zum Paulus gewandelt. Gerade er kennt am besten die lohnendsten
Einschlaggebiete und Methoden illegal Hölzer zu verscherbeln. Also hat er immer
am richtigen Punkt zugeschlagen und sich damit nicht unbedingt nur Freunde
gemacht. So wird eine Geschichte kolportiert, wonach er zu einem Geschäftsessen
mit den Halbweltbaronen gebeten wurde. Nach einem kurzen Drink sollte dann
bleihaltig Tacheles geredet werden. Aber Hagedorn empfahl den werten Herren
zuerst mal kurz zu Hause anzurufen. Nachdem festgestellt wurde, dass
Frau und Kinder in guter, sprich freundlicher Obhut einiger Besucher
sind, wurden die Schießeisen zu Gunsten weiterer Drinks weggesteckt.
Von da an war Ruhe.
Einem Hinweis auf umfangreiches illegales Einschlagen, Brandrodung und Baktikhandel ging er direkt mit dem
Handy nach und forderte den zuständigen Polizeichef auf beim Ugong Rock / Sabang die dafür Verantwortlichen ausfindig zu
machen und einzulochen. Mal sehen, ob man ernsthaft interessiert ist, vielleicht kann ich bald schon mehr darüber
berichten. (Inzwischen habe ich eine Gesundheitswarnung bekommen!)
Unter seiner Führung wurden auch strenge Umweltgesetze
durchgesetzt.
Müll wegwerfen kostet beim ersten Mal 200 Pesos (ca. 3 € ~ ein Tageseinkommen
für viele), wird man ein zweites Mal erwischt 300,
beim dritten Mal sind 1000 plus 2 Monate
Gefängnis fällig! Das Wegwerfen von Zigarettenkippen, eigentlich sowieso nicht
normal, sollte man tunlichst unterlassen, auch dafür ist eigentlich ein Knöllchen fällig. Die Mülltonnen, in denen fein säuberlich nach recyclebarem
(gelbe Tonne) und organischen Material (grüne Tonne) getrennt werden sollte, stammen übrigens original aus
Deutschland. Kein Wunder, dass ich mich gleich wie zu Hause fühlte.
Diese Politik, wenn auch noch in den Kinderschuhen - so fehlt es an einer
ordentlichen Wiederverwertung und einer geordneten Deponie -, hat viele nationale und internationale
Auszeichnungen eingebracht. Tatsächlich wirkt die große Stadt im Vergleich zu
anderen relativ sauber.
Vollkommen erstaunt aber bin ich, dass für einen Führerschein - ein
derartiges Papier hätte ich bei den Fahrweisen in Palawan überhaupt nicht
erwartet - gar ein
Pflichtdrogentest zu absolvieren ist! Dieser wird zumindest bei Fahrten in der
Hauptstadt kontrolliert, auch ein extra Nachtführerschein wird gegen Bares
ausgestellt. Damit nicht genug, neuerdings wird in Puerto Princesa sogar ein
Abgastest verlangt. Bei den immer noch vorherrschenden Abgaslüften, die in etwa
der erdgeschichtlichen Uratmosphäre entsprechen, sicherlich
eine gute Idee - ob es sich allerdings zur Luftverbesserung durchsetzen wird
bleibt der Zukunft überlassen. Zumal immer noch pesofreundliche Hintertüren
offen sind. Die übliche heimische Abfallbeseitigung ist
leider immer noch das Verbrennen.
Wenn nicht anders angegeben Stand 7/2008.
Flug
Temporär herrschen heftige Preiskämpfe und man kommt unter 2000 P nach Manila
oder Cebu.
Air Philippines fliegt täglich von Cebu City /
Mactan nach
Puerto Princesa. Der Promotionspreis beträgt 1980 P und sollte mindestens eine
Woche vorher gebucht werden. Von diesem Promopreis wollte man übrigens in Borongan
/ Samar-Ost nichts gehört haben. Es gibt mit Cebu Pacific auch einen Anschlussflug nach Davao
(3500 P, 2½ h Flug, 4-5 h Transit). Ferner bedient noch Seair
Flights mit kleineren Propellermaschinen Flüge innerhalb von Palawan über El
Nido und Busuanga bis Manila. Allerdings kostet
der Flug von El Nido nach PPC stolze 4500, nach Manila sogar 7000! Zur Zeit
startet sogar ein Versuchsballon mit kleinen Maschinen Caticlan (Boracay)
anzufliegen.
Am besten holt man sich die Tickets direkt bei den Fluggesellschaften,
da sie Agenten leider nur über eine Warteliste bedienen. Studenten, Lehrer und
Polizisten (Ausweis und Kopie mitbringen) können mit 20% Discount rechnen. Das
ist zwar nur für Einheimische gedacht, aber man kann es ja mal probieren.
In naher Zukunft wird der Flughafen mit seiner 2600 x 45 m - Landebahn international
(Anrainerstaaten wie Malaysia, Korea etc.), entsprechende Verträge sind schon unterschrieben.
Die Flughafensteuer beträgt 40 P.
Fähre
(Stand 6/2007) Die Superferry WG&A fährt Sonntag 8.45 ab und erreicht via Coron Manila am
Mo um 11.50 Uhr (1300 - 1820 P).
Negros Navigation legt Fr um 19.00 ab. Auch Verbindungen nach Iloilo
auf Panay und nach Cebu,
sowie zu kleinen Inseln, z.B. nach Cuyo und dem Cagayan
Archipel, werden angeboten. Ab Iloilo geht Montag eine Fähre nach PPC.
Jeepney /Shuttle-Van
/
Bus
(Stand 6/2007) Gegen 10°° fährt ab dem neuen Markt und
NODA-Terminal in San Jose / Malvar St. im
zweitägigen Wechsel ein Bus / Jeepney nach Port Barton
(200 / 170, 3½ h), 3 Jeepneys starten sehr unregelmäßig zwischen 7 und 11°°, einer um 13°°
Richtung Sabang (180 P, 3 h), nach Nagtabon 12.30 - 13.30 (90, 45 min) und Napsan
(vormittags), weitere Richtung Roxas,
San Vincente, Taytay, Brooke's Point usw.. Ebenfalls am Vormittag fahren stündlich Busse
(170, 3½ h) und Jeepneys nach
Quezon. Komfortabler und schneller fährt man
ca. stündlich mit
sog. Shuttle-Vans mit einigermaßen staubdichten AC - ab dem Terminal (200 nach
Quezon, knapp 3 h. Allerdings muss für den Rucksack ein weiterer Platz gemietet
werden; Reservierungen ratsam!). Sie haben
am Terminal einen eigenen Abfahrtsbereich und fahren auch Brooke's Point, Roxas
und Taytay an.
Der Transport in der Stadt erfolgt mit Tricycles, die für die Fahrt auf
dem ersten Kilometer 7 erhalten, danach sind 2-3
P / km drauf
zu legen. Einzelpersonen, insbesondere westlichen Aussehens, werden erst gar
nicht nach einem special ride gefragt, da der Fahrer davon ausgeht, dass die
Suche nach weiteren Fahrgästen nicht erwünscht wird. Einfach auf regular
bestehen, notfalls direkt umsteigen bzw. den Normalpreis zahlen. Am Abend steigen die
Kurse in drei Stufen:
nach Sonnenuntergang bis etwa 21 Uhr, dann bis spätestens Mitternacht, danach
ist mit dem zwei- bis dreifachen Preis zu rechnen; dies gilt schon vorher
insbesondere bei Fahrten nach / von entlegenen Zielen oder bei Bestellung (z.B.
Absprache oder per Handy).
Seit 2004 werden in PPC die Hauptstraßen aufwendig beleuchtet.
Gleichzeitig wurden einige Verkehrsampeln angebracht, die ersten überhaupt. Es
gab Diskussionen ob es sinnvoll ist, sie kurz nach Weihnachten in Betrieb
zu nehmen. Viele befürchteten, dass sie von einigen als übriggebliebene Dekoration angesehen werden und Unfälle vorprogrammieren.
Schließlich ging aber alles erstaunlich glatt über die Bühne. ![]()
Um die Verkehrsdichte ein wenig zu entzerren, tragen alle Tricycles die Nummer 1
oder 2. Am Montag macht dann mal die 1, am Donnerstag die 2 Pause. Viel hat es
nicht gebracht, die Luft nähert sich in den Spitzenzeiten (also fast immer) dem
Zustand der Uratmosphäre.
Köstlich sind die ballettreifen Aufführungen einiger Verkehrsregler. Leider
stehen sie nicht immer zu festen Zeiten an bestimmten Kreuzungen. Bei
Spaziergängen während der Rushhour wird man aber irgendwann fündig und kann
sich die artistischen Übungen kostenlos ansehen.
Mopeds oder andere geländegängige
Maschinen sind ungewöhnlich schwierig zu organisieren. Das Problem
verschärft sich, wenn man zwei oder mehr benötigt. Längerfristige
Reservierungen sind dringend anzuraten, da die Anzahl der verfügbaren Maschinen
zur Zeit auf 6 begrenzt ist! Das Leihen in PPC ist
unbedingt erforderlich, wenn man einen Ausflug in die
nähere insbesondere weitere Umgebung plant, da weder in Sabang, Port Barton, Narra, Quezon oder sonst wo Fahruntersätze geliehen werden können
200 cm³ sind wegen der besseren Stoßdämpfer vorzuziehen, auch wenn sie etwas
teurer sind. Sicherheitshalber sind internationaler und nationaler Führerschein
mitzuführen, aber nicht unbedingt erforderlich, das gleiche gilt für den Helm
- der innerhalb der Stadtgrenzen wg. Kontrollen, besonders bei Whities,
aufgesetzt werden sollte:
(Stand 6/2007) Absolut unproblematisch ist die Visum-Verlängerung im Immigration Office in
der Nähe vom Flughafen, 300 m schräg ggü. vom Moana Hotel. Etwas schlecht
ausgeschildert: Zugang von hinten im 1. Stock. Wenn niemand wartet, ist man in 15 min
fertig - wenn nicht der Chef für ein paar Tage Urlaub macht.
Sicherheitshalber Rückflugticket, Pass- und Visumkopie gleich mitbringen;
schräg ggü. gibt es einen Kopierladen, falls geschlossen ein weiterer in der
Nähe. Auf
Bekleidungsvorschriften wie in Manila (Schuhe, lange Hose und langes Hemd) achtet man hier
nicht sonderlich, abgerissen sollte man aber auch nicht gerade erscheinen. Mo-Fr 8-12,
13-17 Uhr. 433 2248
Wer keine Lust hat seinen Aufenthalt zu unterbrechen um extra nach Puerto Princesa
anzureisen, sollte in El Nido (Judith vom Art Café), Port
Barton (Dan im El Dorado Cottages)
oder Sabang (André im Bambua) jemanden für die Prozedur ansprechen. Sie können z.B.
über das Moana
Hotel / Puerto Princesa den Pass hinschicken
lassen / oder man hinterlegt ihn selber dort, wenn man über PPC einreist und bezahlt
vor Ort eine kleine Gebühr für die erforderlichen Verlängerungen. Dieser Service kostet z.B. bei Judith 500
mehr als der Normalpreis. Es war für mich vollkommen unproblematisch ihn von El
Nido aus überbringen zu lassen und mit neuem Visum nach 3 Wochen abzuholen.
Siehe auch Visum-Gebühren für Touristen.
(Ff. Stand 7/2008) VISA-Karte akzeptiert die Banco de Oro, in kürzester Zeit
händigte man mir 50.000 aus. Dafür ist sie mit
läppischen 3x10.000 an ihrer ATM allerdings ungewöhnlich knauserig, da
jedes Mal daheim Bankgebühren anfallen. Mit
1x20.000 täglich (Maestro-Zeichen, auch American Express-Karte) erhält man bei der Bank of Philippine Islands wenigstens etwas
mehr bei nur einmaliger Gebühr. Allerdings
kann man die ATMs überlisten!
Achtung: an Zahltagen, vor Feiertagen und Freitagvormittag werden
einige
Geldautomaten mit 100er Scheinen bestückt, da viele Philippinos und -as ihren
mageren Wochenlohn abholen. Dann kann die Maximalrate auf 5000 oder gar nur 2000
sinken!
Kurz vor Bankschluss wird dann oft wieder mit 500er Scheinen aufgefüllt. Sollte der
Automat mal streiken, kann man es vor dem NCCC versuchen. Die
dortige ATM der BPI und PCI liefert bis 3x10.000 aus.
Reiseschecks löst immer noch extrem umständlich die PNB ein. Pro Tag sind nur 300 $ möglich, beim ersten Besuch
ist eine Reisepass-, Visum- und Kaufbelegkopie und bis über eine Stunde Geduld mitzubringen. Bessere
Kurse und schneller geht es beim Moneychanger. Einer residiert direkt
ggü. der Metrobank an der Rizal Av., der empfehlenswertere ist das indisch geführte Bonito
Shopping Center westlich vom Mendoza Park in der Rizal Av..
Einen preiswerten und auch noch relativ schnellen Internetanschluss und die Möglichkeit sein
eigenes Laptop per LAN (automatische Konfiguration) anzuschließen, findet man im
Formosa, geführt vom 007-Chinesen James, in der 187 Rizal Av. ggü. dem Mendoza Park.
Nebenbei: am Eingang prangt ein Schild mit der Aufschrift "No pupils /
students allowed during class hours". Zur Nachahmung in Deutschland
empfohlen! Geöffnet 7.30 - 23.30 Uhr. Im
Erdgeschoss kann einem auch bei leichteren Hard- und Softwareproblemen geholfen werden.
Ein weiterer schneller Anschluss steht im Saisla in der Rizal Av. 157, ggü. der Bank of
Narra. Leider kann man
hier sein Laptop nicht anschließen. Viele andere mit meist ordentlichen Verbindungen gibt es
inzwischen über die ganze Stadt verteilt. Allerdings ist die Geschwindigkeit
bei allen Anbietern nicht konstant und kann dann schon mal Nerven kosten.
Auch drei größere Hospitäler nennt PPC sein eigen. Wer erkrankt muss sich
die notwendigen Medikamente mit einem Rezept in der Hand erst einmal von der
Apotheke besorgen. Und so kann es vorkommen, dass jemand dort steht und vor
seiner OP einen Liter Infusionslösung verlangt. Noch schwieriger wird
es, wenn eine Bluttransfusion erforderlich ist. Dann muss ein geeigneter Spender
ins Spital mitgebracht werden! Eine Krankenversicherung
wie in westlichen Ländern existiert nicht, wer kein Geld hat, läuft mit
entstellenden Narben, großen Furunkeln, schlecht verheilten Brüchen,
Hasenscharten etc. herum. Einfachste Infektionen, bei uns zur Normalmedizin
gehörend, können bei den Ärmsten den Tod bedeuten.
Umso erfreulicher ist eine Aktion plastischer Chirurgen, die seit Jahren
einen Teil ihres Urlaubs hier
arbeitend verbringen. Die
Behandlung durch sie ist kostenlos und wird durch Spenden in Deutschland
finanziert. Die
heimischen Krankenhäuser sahen allerdings darin ungeliebte Konkurrenz und
wollten den OP-Saal nur bei Zahlung einer hohen Gebühr überlassen. Erst durch
Vermittlung durch Bürgermeister Hagedorn wurde in einem "ärmeren" Hospital eine
Möglichkeit für diese lobenswerte humanitäre Hilfe gefunden.
Erkrankte Touristen sollten sich eine englischsprachige Diagnose,
Auflistung aller medizinischer Leistungen, Hilfsmittel und Medikamente geben
lassen. Bei Privatversicherten besteht eine gute Chance dies daheim erstattet zu
bekommen. Andere sollten vorab eine Auslandsversicherung abklären, denn Allgemeine
und auch einige Betriebskrankenkassen erstatten oft nur die erbrachten Leistungen in Europa und einigen
Mittelmeeranrainerstaaten.
In Sta. Monica gibt es auch eine kleine Malariastation mit vielleicht kompetenteren Ärzten als in Europa. Malarone (neues
Antimalariamittel für Standby) und Tamiflu (neuartiges Grippemittel, das auch gegen die
erwartete Hühnergrippe helfen soll) sind in den Apotheken von PPC allerdings
nicht erhältlich. Wer über Singapur kommt kann sich dort preiswerter eindecken
als in Europa.
Der größte und z.Z. einzige Supermarkt, das
NCCC (New Commerzial City
Center), schließt bereits um 19 Uhr. Hier gibt es etliche importierte Waren und so fast alles, was
man sonst noch braucht. 2008 wurde endlich der Grundstein für die Konkurrenz
gelegt. An der Ausfallstraße, direkt an der Kreuzung zur
Malvar St. entsteht der A&A-Komplex. Auch McDo wird wohl bald Einzug
halten, ein Verwandter vom Mr. Hagedorn hat schon die Lizenz gepachtet.
Eine gute Wäscherei rechts neben dem NCCC hat 9-18 Uhr jeden
Tag geöffnet, am nächsten Nachmittag ist die Wäsche gebügelt abholbereit. Prima ist die Wäscherei Fleck-Weck-Laundry und in einigen Unterkünften
wie dem Moana Hotel.
Wer noch einen ordentlichen,
preiswerten Schneider sucht (z.B. für Ausbesserungen) findet ihn im Hook
& I Tailor, 34 Baltan St..
Bei Problemen mit der Sehhilfe kann der Optikerladen
Almachar Optical Clinic, i.d.R. innerhalb von 1-3 Tagen
für guten Ersatz sorgen. Ein Paar Kunststoffgläser (+2.25) kosteten mir 600.
Auch ordentliche Sonnenbrillen - und nicht die Augen schädigenden Billigangebote
- gibt es im Angebot. 34 Burgos St., 433 2402
Das Culture Shack hat geschlossen, aber
zwischen dem Mendoza Park und Flughafen findet man Souvenirläden, u.a. auch
mit Ethnomusik von Mitu's Tribe, wobei mir die CD
Gathering am besten gefallen hat. Auch das Album von Sinika mit Stücken wie
Taringting, Layang pas, Kinking anay wa wa, Tuting, Berquiri ... sind eine
Hörprobe wert. Konnte man 2005 die Läden gerade mal an einer Hand abzählen,
so gibt es inzwischen (2007) über ein Dutzend.
Einen guten Friseur (Chaval y Maja, 433 2709) mit Klimaanlage - eine Erholung
bei ev. Warten - findet man in der
Valencia St. Richtung Markt, neben der ebenfalls empfehlenswerten Grandma
Bakery.
Leider fehlt in der Stadt ein Outdoorausrüster. Alternativ kann man den
Militarianladen in der Rizal Av. zwischen BPI-Bank und Mendoza-Park konsultieren. Hängematten, Zelte, so ziemlich alles ist vorhanden und
preiswert, die Qualität leider nicht immer gut.
Das Palawan Museum am Mendoza-Park zeigt in seiner oberen Etage Artefakte aus der Tabon-Höhle bei Quezon, u.a. das Schädeldachfragment den Tabon-Mannes. Zudem gibt es etliche chinesische Porzellanfundstücke, sogar aus der Mingdynastie. Auch Gebrauchsgegenstände der Nativen sind zu besichtigen. Im Untergeschoss sind einige Mineralien und nichts sagende Meeresschnecken und anderes Getier ausgestellt. Schade, dass zu allen Ausstellungsstücken nur so wenig Informationen auf englisch angeboten werden. Geöffnet Mo - Sa 8.30 - 12 und 13.30 h, Eintritt 20.
Das Coliseum (Schreibfehler [?] und nur scheinbar auf Kollisionskurs) dient den Großveranstaltungen und befindet sich ca. 2 km den Highway hinaus in Sta. Monica. Ende April 2007 war dann auch mal Aguilera hier, nicht ohne einen Abend zuvor im Tom Tom eine Rund Billard zu spielen und ein Weizenbier zu probieren.
PPC ist eine große Stadt - aber nicht vor Brownouts gefeit! Dies
kann auch mehrmals am Tag passieren und länger andauern! Es geht sogar soweit,
dass Stromabschaltungen für einzelne Stadtviertel manchmal im voraus in der
Tageszeitung und im Radio angekündigt werden. Aber selbst darauf kann man sich nicht verlassen!
Eine Offroad-Strecke für Motorradfahrer befindet sich am Unigelände von PPC, für Mountainbiker liegt am KM 15.5 Richtung Roxas eine prima Übungsmöglichkeit.
Vorwahl im Festnetz: 048
Stand 2007, wenn nicht anders angegeben.
Auflistung ungefähr von Ost nach West:
Stand 2007, wenn nicht anders angegeben
Um die 200 Expats leben in der Stadt und näheren Umgebung. Kein Wunder also,
dass es einige von Ausländern geführte gute Restaurants und Bars gibt.
Seit vielen Jahren trifft sich
der "Cheese Club"
- inzwischen unregelmäßig, aber immer noch Mittwochabends etwa alle zwei
Monate - im Tom Tom. Die schweizer Gründer haben als
Organisatoren gegenüber den Niederländern und die wiederum gegen einen
Philippino das Handtuch geworfen. Wie der Name schon andeutet, werden dabei
größere Mengen importierter Käse verdegustiert, selbst ein Käsefondue oder Raclett wird
gelegentlich geboten. Dazu gibt es Weine aus vier Kontinenten. Dieses Treffen der
ansässigen Ausländer und einiger Philippinos und -as der gehobeneren Kreise ist weniger
an die
durchreisenden Touristen gerichtet, die aber gerne willkommen geheißen werden.
Voraussetzungen sind die Einführung durch ein ständiges Mitglied, für die
Männer lange Hose
und Schuhe, für die Frauen eine angemessene Bekleidung, und ein freundlich offenes Benehmen.
Es wird ein abendlicher Beitrag für das Büfett erhoben, eventuelle Reste verlost. In wieweit die tradierte Institution sich
bei den steigenden Preisen und angekündigten "Vergnügungssteuern"
noch halten wird ist unklar. Vielleicht muss künftig auf einem niedrigeren
Niveau die Truppe zusammen gehalten werden.
Eine Nachtbar neben der anderen, teilweise mit zweifelhaften Angeboten,
teilweise in heruntergekommenem Zustand, gibt es auf der Rizal Av. zwischen
Trans-Palawan-Highway und dem Flughafen, sowie auf dem
Trans-Palawan-Highway ab Kreuzung Rizal Av. Bei allen gilt: Ab Mitternacht, insbesondere in der
Woche, wird es dünn, Kinabuchs und der Central Grill haben dann meist noch
auf.
Auflistung entlang der Rizal Av. von West nach Ost, andere mit
Straßenangabe:
Empfohlene Restaurants aus 2. Hand:
Bonas Restaurant Chaolong, Manalo Ext.
Lee 1 Chaolong, Rizal Av.
Phoenix Seafood Restaurant, Bancao-Bancao St.
Fast genau am KM 3 endet die betonierte Rizal Av., links ist der Eingang zu einer Militärkaserne. Kurz danach steht man am Meer, an Baden ist hier allerdings nicht zu denken, dafür gibt es einige Strände Richtung Süden und Norden. Allerdings wird u.a. an der White Beach ein Eintritt erhoben, selbst eine Kurzbesichtigung wurde recht rigide nicht gestattet: "I am used to eat fish.", so der Besitzer nach meiner Bemerkung, dass ich doch nur mal kurz schauen wolle, um für Touristen darüber werbend schreiben zu können. Leider fiel mir die Antwort "But tenderloin steaks are not too bad" etwas zu spät ein. Für Schnorchler und Taucher ist die ganze Umgebung von PPC eine Enttäuschung, ob der Abwasserfahne der Stadt aber nicht überraschend. Weiter außerhalb soll es noch brauchbare Plätze geben, so Paolo von der Tauchbasis im Moana.
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